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Aufführung / Schwerpunkte
/ Retrospektive G.W. Pabst

Der Prozess

FSK: ab 16, empfohlen ab 16

Angelehnt an einen authentischen Fall erzählt DER PROZESS, wie 1882 in einem ungarischen Dorf die jüdischen Bewohner verdächtigt werden, ein Mädchen bei einem Ritualmord umgebracht zu haben. Ein Politiker und ein Untersuchungsrichter heizen die antisemitische Stimmung an und erpressen falsche Geständnisse, woraufhin der aufgebrachte Mob die Synagoge niederbrennt. Obwohl mittlerweile die Leiche des Mädchens aufgetaucht ist, das Selbstmord begangen hat, werden die jüdischen Gemeindemitglieder verhaftet und vor Gericht gestellt.
G.W. Pabsts erster Nachkriegsfilm ist eine Parabel über die Mechanismen des Antisemitismus und die Natur des Menschen im Gewand des klassischen Historienfilms. Pabst greift dazu auf eine zwar perfekte, aber auch problematisch zu sehende traditionelle Filmgestaltung zurück, die nahtlos an KOMÖDIANTEN und PARACELSUS anknüpft. Er überzeichnet die Figuren und lässt den Kampf zwischen Gut und Böse in eine Gerichtsverhandlung münden, die „das Gute“ triumphieren lässt und für mehr Menschlichkeit im Umgang zwischen Christen und Juden plädiert.

Der Prozess, Österreich 1948, 107 Min., Deutsch, OF, Regie: G.W. Pabst, mit: Ernst Deutsch, Ewald Balser, Heinz Moog, Maria Eis, Josef Meinrad, Gustav Diessl u.a.

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Weitere Vorstellungen:

Eintrittspreise:
Normal: 7.00 € / Ermäßigt: 4.50 €
Ermäßigung für: Freundekarteninhaber & Nürnberg-Pass

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Filmhaus Nürnberg

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