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Aufführung / Schwerpunkte
/ Retrospektive G.W. Pabst

Der letzte Akt

FSK: ab 12, empfohlen ab 12

April 1945. „Götterdämmerung“ in der Reichskanzlei. Spärlich im Licht – die Dunkelheit frisst an den Gesichtern – dokumentiert der Film die Auflösungserscheinungen des „Dritten Reichs“ in der klaustrophoben Bunkeratmosphäre. DER LETZTE AKT ist der erste deutschsprachige Nachkriegsfilm, der Hitler ganz in den Mittelpunkt stellt; nicht als Parteiführer oder Feldherrn, sondern als realitätsfremden Schwadroneur, Despoten und Massenmörder. Er basiert auf den Recherchen von Michael Musmanno, einem Richter der Nürnberger Prozesse, und rekonstruiert die Ereignisse im Bunker der Reichskanzlei zwischen dem 19. und 30. April 1945.
Gegengewichte zur topographischen Genauigkeit bilden dabei das theatralische Spiel und die Stilisierung des unheimlichen Ortes. Außerdem führt G.W. Pabst eine fiktionale Figur ein, die das „andere“, das aufrechte Deutschland verkörpert: Ein junger Offizier bezahlt seinen Versuch, Hitler die Wahrheit zu sagen, mit dem Leben, gibt aber dem Publikum im Sterben noch den Auftrag, dem Gehorsam zu misstrauen: „Seid wachsam! Sagt nie wieder ‚Jawohl‘“. Mitte der 50er Jahre, in der Zeit kollektiver Verdrängung, fiel der Film in Deutschland und Österreich beim Publikum durch. In Ausland lief er dagegen erfolgreich und wurde von „Time“ als die „beste europäische Filmproduktion seit dem Krieg“ gelobt.

Der letzte Akt, Österreich 1955, 115 Min., Deutsch, OF, Regie: G.W. Pabst, mit: Albin Skoda, Oskar Werner, Lotte Tobisch, Erik Frey, Herbert Herbe, Kurt Eilers u.a.

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Weitere Vorstellungen:

Eintrittspreise:
Normal: 7.00 € / Ermäßigt: 4.50 €
Ermäßigung für: Freundekarteninhaber & Nürnberg-Pass

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Filmhaus Nürnberg

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