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Aufführung / Schwerpunkte
/ Retrospektive G.W. Pabst

Abwege

FSK: ab 18, empfohlen ab 0

Die Beziehung von Irene Beck zu ihrem Mann, einem gut situierten Rechtsanwalt, ist abgekühlt. Ein verzweifelter Versuch, der bürgerlichen Enge mit einem Kunstmaler zu entfliehen, wird von ihm vereitelt, sie stürzt sich ins exzessive Nachtleben, flieht in Drogen und sexuelle Abenteuer. Schließlich provoziert sie die Scheidung, indem sie sich bewusst in flagranti erwischen lässt.
Die aufgeladenen Gefühle, die hier im Spiel sind, werden durch ihre Aussparung, durch die Brillanz der Pabstschen Erzähweise zum Explosivstoff. ABWEGE besitzt einen doppelten Boden; 30 Jahre vor Antonionis Filmen konstatiert er die Auflösungen der menschlichen Beziehungen und zeigt ein Leben, das Masken mit- und gegeneinander führen. Für Thomas Brandlmeier „ein Schlüsselwerk der Epoche, eiskalt, glasklar und von einer erschreckenden Nüchternheit. Die Menschen sind beliebig austauschbar. Ihr Handeln ist pure Gier. Ihre Beziehungen sind nichts als ökonomischer Opportunismus. Autos, Wohnmaschinen, Automatenmenschen. Und das Fließband der Süchtigkeiten.“
Lange galt dieses Hauptwerk G.W. Pabsts als verschollen, bis die Wiederentdeckung des Originalnegativs eine fast vollständige Restaurierung ermöglichte.

Abwege, Deutschland 1927, 92 Min., ohne Dialog, Regie: G. W. Pabst, mit: Brigitte Helm, Gustav Diessl, Hertha von Walther, Jack Trevor, Fritz Odemar u.a.

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 9.00 € / Ermäßigt: 4.50 €
Ermäßigung für: Freundekarteninhaber & Nürnberg-Pass

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Filmhaus Nürnberg

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