kino3

duvarın yıkılması – Migrantische Perspektiven auf den Mauerfall

online bis 8.12.2021

Mo / 29.11.2021 / 23:59 - 00:00:00 Uhr


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Am 9. November 1989 „fiel“ die Mauer in Berlin, das Ende der DDR wurde eingeläutet. Dreieinhalb Jahre später schaffte der Bundestags mit einer „Asylkompromiss“ genannten Grundgesetzänderung das Grundrecht auf Asyl im wiedervereinigten Deutschland de facto ab. Dazwischen lagen drei Jahre, die geprägt waren von rassistischen Pogromen und Morden in ganz Deutschland.

Eine Sache hatte sich aber über die ganze Zeit nicht gewandelt: Die türkischen (präziser: die türkischen und kurdischen) Communities stellten vor wie nach der Wende die größte Minderheit in Deutschland dar. Und doch hatten sich in den direkten Nachwendejahren ihre Lebensrealitäten stark verändert. Während die weiß-deutsche Mehrheitsgesellschaft als wiedervereinigte Fußball-Weltmeister:innen mit neuem nationalem Selbstbewusstsein auf die internationale Bühne drängte, wurden die meisten (post-)migrantischen Communities immer stärker durch mediale und politische Diskurse bedrängt, rassistisch geframed und gewalttätig angegriffen.

Anlass genug, 32 Jahre nach dem Mauerfall die Perspektiven der migrantischen Communities auf diese Zeit in den Blick zu nehmen und zwei Filme aus dem visuellen Archiv dieser Jahre zu heben: Can Candans DUVARLAR – MAUERN – WALLS und GERMANY: THE OTHER STORY von Mogniss H. Abdallah und Ken Fero.

DIE FILME:

DUVARLAR – MAUERN – WALLS
USA/Türkei 2000, 84 Min., FSK: k. A., OmU, Regie, Buch & Schnitt: Can Candan, Kamera: Can Candan, Yüksel Korkut
Zwei Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und während des 30-jährigen Jubiläums des Gastarbeiterabkommens, befragte der türkische Filmemacher Can Candan in seinem Dokumentarfilm Angehörige der türkischen Community Berlins zu ihren Erlebnissen zur deutschen Wiedervereinigung und der damit einhergehenden rassistischen Gewalt Anfang der 1990er Jahre: Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche, Akademiker:innen, Gewerkschafter:innen, Straßenkehrer, Händler:innen und Politiker:innen, die teils kurz davor, teils bereits vor langer Zeit in die Stadt gekommen sind, verschiedenen Glaubensrichtungen und Ethnien angehören legen Zeugnis ab von ihren Erfahrungen mit der „wiedervereinigten“ Nation.

GERMANY: THE OTHER STORY. AUFENTHALT IM WIDERSTAND
Frankreich/Großbritannien 1991, 31 Min., FSK: k. A., OmU, Regie: Mogniss H. Abdallah und Ken Fero
Ein Film über die Kehrseite der Wiedervereinigung, über die Zunahme von rechtsextremistischer Gewalt, über rassistische Morde und die Situation von Immigrant:innen und Flüchtlingen in Deutschland. Der Film schildert den Fall von Ayhan Öztürk, der in einer Notwehrsituation einen deutschen Jugendlichen erstach, sowie die rassistischen Morde an Ufuk Sahin und Antonio Amadeo. Er beschreibt die alltägliche rassistische Gewalt, mit der Nicht-Deutsche in der BRD konfrontiert sind.
Seit dem neuen Ausländergesetz und der Debatte über das Asylrecht leben Immigrant:innen und Flüchtlinge in der BRD in ständiger Bedrohung und Konfrontation. Der Film zeigt dies anhand von Interviews und Aussagen von Betroffenen in Berlin, die dazu übergehen, ihren Selbstschutz und Widerstand zu organisieren.

Filmhaus im KunstKulturQuartier - kino3
Königstr. 93
90402 Nürnberg
https://filmhaus.nuernberg.cinemalovers.de/de/home

Eintritt frei
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