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Aufführung / Erstaufführung

Disco 9000

FSK: ab 16, empfohlen ab 16

So., 23.07.2017, 13:00 Uhr

"Funky sounds, slick chicks and lots of room to slide around", so lautet seit jeher das inoffizielle Festivalmotto des STUC.

Passend zum Themenschwerpunkt, den das KommKino den gesamten Juli über dem Blaxploitation-Kino widmet, reservierten die STUCateure ihren Sonntagmittagfilm bereits am Beginn der konkreten Programmplanungsphase dem funky afroamerikanischen Genrefilm. Sehr kurzfristig – der Privatsammlung von STUC-Fördermitglied Gary Vanisian sei Dank – ergab sich nun jedoch die Möglichkeit, den zunächst an dieser Stelle eingeplanten Blaxploitationdigitalstahl auf einen zukünftigen STUC zu vertagen und eine weitere Filmkopie zu präsentieren. Stilecht rotstichig wird sich die 16mm-Kopie von DISCO 9000 in unsere Augäpfel schweißen. Da die STUCateure natürlich wissen, dass sich hinter dem im Titel prominent genannten Disco-Sound der Höhepunkt menschlicher Unterhaltungsmusikkultur verbirgt, waren sie zunächst etwas skeptisch ob der Grundstählernheit des Films. Da jedoch Gary höchstpersönlich sein Stahlgütesiegel vergab und die Lektüre einiger Kurzkritiken die Abwesenheit jeglichen musikalischen bzw. tänzerischen Talents sowie auch eine Reihe recht obskurer inhaltlicher Entscheidungen betonten, beschlossen wir, DISCO 9000 die Chance zu geben, sich in unsere Stahlherzen zu fräsen.

Hinter dem vielversprechenden Titel verbirgt sich eine von nur zwei Regiearbeiten von D’Urville Martin, der jedoch als Darsteller in zahlreichen Blaxploitation-Klassikern, aber auch in Stanley Kramers GUESS WHO’S COMING TO DINNER oder Roman Polanskis ROSEMARY’S BABY recht umtriebig war, bevor er im Alter von lediglich 45 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb. Mit dem Partylifestyle, den er in DISCO 9000 heraufbeschwört, war Martin wohl aus eigener Anschauung recht innig vertraut. Seinen Protagonisten Fass Black jedenfalls, Inhaber des angesagtesten Clubs von L.A. und eines gleichnamigen Schallplattenlabels, inszeniert er als ultrasouveränen König des Nachtlebens, der sich gegen die Erpressung eines konkurrierenden Plattenproduzenten zur Wehr setzt, dessen Country&Western-Musik in seinem Club zu spielen. Der seinerzeit populäre Steptänzer Harold Nicholas spielt auch mit, darf jedoch nicht tanzen.

Die STUCateure sind gespannt, ob die Kostüme auf der Leinwand es schaffen werden, ihre eigenen traditionellen Blumenhemden auszustechen.

(Jochen Werner)

Einzelticket: 6 Euro
Tagesticket: 20 Euro
Dauerkarte: 45 Euro

Disco 9000, USA 1977, 101 Min., Englisch, OF, Regie: D’Urville Martin, mit: John Poole, Jeannie Bell, Harold Nicholas u.a.

Website

Filmhaus im KunstKulturQuartier - KommKino

Filmhaus im KunstKulturQuartier - KommKino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 6.00 €

Veranstalter:
Kommkino e.V.

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