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Aufführung / Erstaufführung

Spider-Man strikes back

FSK: ab 16, empfohlen ab 16

So., 23.07.2017, 21:15 Uhr

Im dritten Jahr des STUC geht der Boom des Superheldenfilms auch an den STUCateuren nicht mehr vorbei, und so haben wir uns entschlossen, tapfer einen Blick in die verdrängte Historie des erst in CGI-Zeiten zur Omnipräsenz angeschwollenen Genres zu werfen. Bereits ein Vierteljahrhundert, bevor Sam Raimi dem freundlichsten Netzschwinger aus der Nachbarschaft mit seiner grandiosen Trilogie ein Denkmal setzte – und im Anschluss, auch dies wohl ohne Präzendenzfall, gleich zwei Reboots in einer halben Dekade nach sich zog – krabbelte Marvel-Ikone Peter Parker alias Spider-Man erstmals auf die große Leinwand. Mit einem Umweg über die kleine Mattscheibe allerdings, verbergen sich doch hinter den drei Spider-Man-Kinofilmen der späten 70er und frühen 80er Jahre schnöde der Pilotfilm sowie zwei leicht umgeschnittene Doppelfolgen der CBS-TV-Serie THE AMAZING SPIDER-MAN.

Unter der Regie des TV-Routiniers Ron Satlof, der noch bis ins Jahr 2015 Episode um Episode zahlloser (meist Krimi-)Serien inszenierte – und zuletzt fünf Episoden des Reality-TV-Formats THE CONDO COPS – heftet sich der Wandkrabbler in SPIDER-MAN STRIKES BACK, dem zweiten Film der Reihe, auf die Spuren dreier Studenten, die, um nachdrücklich auf die Gefahren nuklearer Energie hinzuweisen, eine Atombombe bauen. Dieser ausgeklügelte Plan gerät jedoch unerwartet außer Kontrolle, als der schurkische Mr. White (Robert Alda, bekannt etwa aus dem ultrastählernen Mario-Bava-Channelling THE HOUSE OF EXORCISM) das verwendete Plutonium stiehlt, um mit der damit zu konstruierenden Bombe das World Trade Center zu sprengen. Derweil gerät Peter Parker selbst unter Verdacht, und sein Alter Ego Spider-Man hat allerlei zu tun, Mr. Whites bösen Plan zu verhindern.

Mit Nicholas Hammond wurde ein Hauptdarsteller für die Rolle als Peter Parker – für die weitgehend spezialeffektfreien Stunts schlüpfte Fred Waugh in das rot-blaue Kostüm – gewählt, der eine gelinde gesagt bunte Filmografie aufweist. Nach einem Bit-Part in Peter Brooks LORD OF THE FLIES (1962) wurde er mit 15 Jahren mit der Rolle des Friedrich von Trapp in Robert Wises THE SOUND OF MUSIC zum Kinderstar. In den folgenden Jahrzehnten stehen dann neben zahlreichen TV-Credits auch Rollen in Filmen von Bruce Beresford und Lino Brocka (!). In diesem Jahrtausend trat Hammond dann noch in kleinen Rollen etwa in Simon Wincers spätgeborenem Sequel CROCODILE DUNDEE IN LOS ANGELES oder in Rob Cohens Fliegeractioner STEALTH in Erscheinung. Den VHS-Kids der 80er aber wird er wohl doch vor allem als erster Spider-Man der Kinogeschichte auf ewig in den Herzen festgetackert bleiben. Somit feiern wir ein wahres HOMECOMING, wenn wir SPIDER-MAN STRIKES BACK in der englischen Originalfassung von einer 35mm-Kopie endlich wieder auf die große Leinwand bringen!

Im Vorprogramm werden ausgesuchte Raritäten aus der superheldischen Mediengeschichte gezeigt, in der spätere Hollywood-Qualitätsschauspielgrossisten in ungewohnten Rollen auftauchen. In waschechter YouTubestahlpixelqualität!

Einzelticket: 6 Euro
Tagesticket: 20 Euro
Dauerkarte: 45 Euro

Spider-Man strikes back, USA 1978, 93 Min., Englisch, OF, Regie: Ron Satlof, mit: Nicholas Hammond, Robert F. Simon, Chip Fields, Michael Pataki, JoAnna Cameron

Website

Filmhaus im KunstKulturQuartier - KommKino

Filmhaus im KunstKulturQuartier - KommKino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 6.00 €

Veranstalter:
Kommkino e.V.

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