Schwerpunkte
/ Werkschau Edgar Reitz

Das goldene Ding

zu Gast: Edgar Reitz (Regisseur) und Christian Reitz (Schauspieler)

Das goldene Ding, BRD 1972, 118 Min., Regie: Edgar Reitz, Ula Stöckl, Alf Brustellin, Nicos Perakis, mit: Christian Reitz, Alf Brustellin, Reinhard Hauff u.a.

FSK: ab 12, empfohlen ab 12

Do., 01.01.1970

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 7 € / Ermäßigt: 6 € / 4.50 €
Ermäßigung für: Schüler*innen, Student*innen / Freundekarteninhaber*in & Nürnberg-Pass

Mit wenig Budget, aber viel Spaß am Abenteuerfilm drehten die drei Regisseure Reitz, Brustellin und Stöckl mit dem Bühnenbildner Perakis diese Version der Argonautensage, die mit Kindern und jugendlichen Darstellern besetzt ist: Der elfjährige Jason und andere Königssöhne Griechenlands gehen mit der Argo, ihrem Schiff, auf Schatzsuche. Sie erreichen auf Umwegen das sagenhafte Land Kolchis, wo Medea, die mächtige Königstochter, sich in Jason verliebt und ihm im Kampf um das goldene Vlies hilft. Verfolgt von den wütenden Kolchern flüchten sie und die Argonauten über das Meer.
Im Gegensatz zur überlieferten Sage überwinden die Argonauten hier Gefahren nicht aufgrund ihres heldenhaften Mutes oder der Unterstützung der Götter, sondern durch Vernunft. Die göttlichen Mächte sind logisch erklärbar, und die Argonauten gelangen ans Ziel, weil sie ihren naturwissenschaftlich geschulten Verstand anwenden und nichts den Göttern überlassen. Das Experiment ist nicht nur der Popularisierung oder naiven Verklärung des Mythos geschuldet, sondern dem durch Recherchen belegten Umstand, dass die Helden der Antike tatsächlich sehr jung waren. „DAS GOLDENE DING ist keine flapsige Modernisierung der Argonautensage sondern gibt vielfach Anlass zum Grübeln: über die Ambivalenz der Aufklärung und die gedankenlose Gewalt, die findige Entdecker an denen ausüben, die sie entdecken“. Thomas Koebner

Das goldene Ding - © Veranstalter

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Filmhaus Nürnberg

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