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Wallers letzter Gang

Heimat! Das Filmfestival

Wallers letzter Gang, BRD 1988, 98 Min., Regie: Christian Wagner, mit: Rolf Illig, Volker Prechtel, Herbert Knaup, Crescentia Dünßer, Tilo Prückner u. a.

FSK: ab 12, empfohlen ab 16

So., 20.01.2019, 17:00 Uhr

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 7 € / Ermäßigt: 6 € / 4.50 €
Ermäßigung für: Schüler*innen, Student*innen / Freundekarteninhaber*in & Nürnberg-Pass

Einführung & Moderation: Herbert Heinzelmann
Zu Gast: Christian Wagner, Tilo Prückner (angefragt)

In einem idyllischen Seitental im Allgäu soll eine Bahnlinie stillgelegt und mit ihr der alte Streckengeher Waller, dessen Lebensgeschichte eng mit der Eisenbahngeschichte verbunden ist, in Pension geschickt werden. Ein letztes Mal tritt nun der wortkarge, eigenbrötlerische und verschlossene Waller, der seine Versetzung in den Ruhestand nicht wahrhaben will, zu einem Kontrollgang auf. Während er Schritt für Schritt die Schienen abschreitet, erinnert er sich an die verschiedenen Stationen seines Lebens: an die Kindheit in den 1920er Jahren, die ersten beruflichen Erfahrungen, die Kriegsjahre und den schmerzlichen Abschied von seinem Freund Rasch, der 1941 in den Krieg zieht und nicht zurückkehrt. Nach dem Krieg begegnet Waller seiner großen Liebe, die jedoch auf unüberwindliche Hindernisse stößt, da sich der begüterte Fabrikant Haindl weigert, einer Ehe zwischen seiner Tochter Angelika und dem einfachen Streckengeher zuzustimmen. Als Angelika dennoch die gemeinsame Tochter Rosina zur Welt bringt und bei der Geburt stirbt, entwickelt sich daraus ein langer Rechtsstreit.

Im Verschwimmen von Gegenwart und Vergangenheit entsteht eine Reflektion über Veränderung und Fortschritt. Und so wandert Waller schließlich über den derzeitigen Endpunkt der Strecke hinaus, vorbei an abgerissenen Brücken auf dem mit hohem Gras bewachsenen Bahndamm in den Nebel hinein.

Der poetisch-leise Film, der auf einer Romanvorlage von Gerhard Knöpf beruht, wurde bereits ein Jahr nach der Premiere mehrfach ausgezeichnet – so zum Beispiel mit dem Bayerischen Filmpreis, dem Preis der Deutschen Filmkritik, dem Bundesfilmpreis (Filmband in Gold für die Kamera) oder dem Europäischen Filmpreis (Nominierung für den besten Nachwuchsfilm).

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Filmhaus Nürnberg
Bezirk Mittelfranken Kulturreferat

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