Alibi

Helmuth Ashley-Special

Mi / 4.03.2020 / 21:15

FSK: ab 18 Jahre


Eingebettet in eine Rahmenhandlung um amerikanische Atomwaffentests schildert ALIBI die Erlebnisse des Sensationsreporters Peter Hansen. Der wird eines Tages als Geschworener vor Gericht bestellt, da über einen Mordfall entschieden wird. Hansen stimmt als einziger gegen die Verurteilung des mutmaßlichen Mörders, gegen den alle Indizienbeweise sprechen, der aber seine Unschuld beteuert. Er wird verurteilt, doch Hansen gibt nicht auf und ermittelt nun auf eigene Faust.

ALIBI wurde mit fast dem gleichen Team wie CANARIS ein Jahr zuvor gedreht, nur dass als Kameramann hier Helmuth Ashley dazugestoßen ist. Neben einer spannenden Krimihandlung stellt der Film die ethische Frage, ob man aufgrund von Indizien verurteilen darf. Er erhielt das Prädikat „Besonders wertvoll“ und den Deutschen Filmpreis 1956. Das Publikum erkannte die Qualitäten nicht und strafte den Film an der Kasse ab – ALIBI war seiner Zeit anscheinend voraus.

Land: BR Deutschland
Jahr: 1955
Regie: Alfred Weidenmann
Darsteller*innen: O. E. Hasse, Martin Held, Hardy Krüger
Länge: 109
Sprachformat: deutsche Fassung
FSK: 18

Helmuth Ashley-Special:
Dem im Herbst 2019 100 Jahre alt gewordenen Helmuth Ashley widmet das KommKino eine kleine Auswahl seiner Filme. Als Fotograf ausgebildet wurde Ashley 1939 vom Militär eingezogen und drehte als Flieger und Kriegsberichterstatter Luftaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg. 1942 wurde er als unzuverlässig entlassen. Er wurde Kamera-Assistent in UfA-Produktionen, nach dem Krieg schließlich Reporter für die englisch-amerikanische Wochenschau. Ab 1950 wird er Chef-Kameramann bei renommierten deutschen Regisseuren und avanciert schließlich zum Meister seines Fachs. Ab 1960 ist er 45 Jahre lang als Regisseur für Kino- und Fernsehproduktionen tätig, von denen die bekanntesten „Das schwarze Schaf“ (1960), der Edgar-Wallace-Film „Das Rätsel der roten Orchidee“ (1962) und „Der Trotzkopf“ (1983) sind.

Filmhaus im KunstKulturQuartier - KommKino
Königstr. 93
90402 Nürnberg weitere Veranstalter:
Japanisches Kulturinstitut (The Japan Foundation)

Eintrittspreise:
Eintritt : 6 €

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