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net:works - Kultur und Öffentlichkeit zwischen analog und digital

Wenn im Oktober das Großraumprojekt Net:Works 15 Fragen zu den Konsequenzen der digitalen Revolution für Kultur, Öffentlichkeit aufwirft, wird das Filmhaus Nürnberg in diesem Zusammenhang einerseits die Beziehungen zwischen Games und Kino untersuchen, sowie andererseits mögliche Visionen für die Kinokunst der Zukunft im digitalen Zeitalter erforschen.

Dazu werden am Eröffnungswochenende der Ausstellung „Extralife – Eine Ausstellung zur Videospielkultur“ vom 9. bis 11.10. im KunstKulturQuartier namhafte Experten zu Wort kommen und über die Beziehungen zwischen Kino und Games diskutieren. Als Filme werden u.a. Werke wie der Klassiker TRON (1982) gezeigt, der zu einem großen Teil aus damals revolutionären digitalen Effekten besteht. Am 30.10. wird Andreas Rauscher, Kurator der Ausstellung „Film&Games“ im deutschen Filmmuseum, Frankfurt über TRON LEGACY (2010) vorstellen.  Mit Tom Tykwers LOLA RENNT (1998), sowie der scharfsinnigen Utopie HER (2013) von Spike Jonze werden außerdem Filme gezeigt, die sich einerseits strukturell, andererseits inhaltlich mit der Verwebung von Film und PC-Spiel, bzw. Computersoftware beschäftigen. Auch der KOMMKino e.V. wird ein spezielles Programm zum Thema präsentieren: In Filmen wie der Anime-Science-Fiction SUMMER WARS und WARGAMES – KRIEGSSPIELE geht es um die Figur des Hackers. SILENT HILL - WILLKOMMEN IN DER HÖLLE gilt als Klassiker, wenn es darum geht wie eine Videospielreihe die Filmwelt beeinflusst. In EXISTENZ - DU BIST DAS SPIEL begeben sich die Protagonisten in biomorphes Computerspiel.

Im Kinderkino ist WALL-E – DER LETZTE RÄUMT DIE ERDE AUF (2008) wiederzuentdecken.

Am Jubiläumswochenende des Filmhauses (22.10. bis 25.10.), an dem auch der neue Kinosaal offiziell eröffnet wird, sprechen Experten über die neuesten Erkenntnisse zum Thema „Kino der Zukunft“. Als „Kino-on-Demand“ versteht sich eine Veranstaltung, bei der die Zuschauer zuvor aus einer Filmauswahl ihren Favoriten wählen können, jedoch nicht wissen welcher Film letztlich zu sehen ist. Zuletzt wird, ein vollkommen neues Experiment gewagt: Erstmalig sollen auf einer Leinwand zwei Filme simultan vorgeführt werden. Mittels modifizierter 3D-Technik wird für den Zuschauer jedoch nur einer von beiden jeweils zu sehen sein.

Mehr Informationen: www.filmhaus.nuernberg.de  www.networks15.de