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Theater 4 – Ein Tibeter in meinem Büro

Avatar of Manuela BerneckerManuela Bernecker - 11.10.2021 - Baustelle, Digitale Kultur, Ein Haus, viele Gesichter

Neues Video aus der Serie "Maulwürfe" nach Günter Eich

Das Theater4 macht kleine, große Gedanken-Filme in der Baustelle des Künstlerhauses. Maulwürfe nach Günter Eich sind fleißige Bauarbeiter und der Feind allzu glatter Rasenflächen:

Das ergibt alles keinen Sinn. Die Zusammenhänge, die man eben noch glaubte zu verstehen, zersplittern. Alles fällt auseinander. Je länger man über die Welt nachdenkt, wie sie sich in der Erinnerung, in vermeintlichem Wissen und den eigenen Einsichten spiegelt, desto mehr zersetzen sich belastbare Regeln und Orientierung. Alles ist relativ. Schlimmer, vieles ist instrumentalisiert und Werkzeug von Macht und Gewalt.
Es droht cerebrale Anarchie, die stärker ist als jede Registratur. Da trösten auch das Frühstücksgulasch und die Erinnerungen an Ferien in Hilpoltstein nicht.

Türe zu!

Alle Videos der Reihe findet ihr hier

(Frei)Raum für Künstler*innen

01.07.2021

Eine Seltenheit seit über einem Jahr: In den letzten Monaten haben sich zwei neue Gesichter in unserem Haus eingerichtet. Die Illustratorinnen Luisa Stömer und Eva Wünsch haben im April und Mai jeweils zwei Wochen im (Frei)Raum im zweiten Obergeschoss des Glasbaus verbracht und ihn als Atelier und Arbeitsort für ihr neues Buchprojekt genutzt:

„Schwellenangst“, ein Buch über Sterben und Tod. Und Trauer. Ein anderes Buch über Grenzen und das Darüberhinaus. Absolut kein Lifestylebuch. Und dann vielleicht doch, im Wortsinne. Ein Buch übers Ende, das vor allem eines tut: es schärft das Jetzt. 

Die Künstlerinnen beschäftigen sich momentan mit alternativen Narrativen und neuen visuellen Darstellungsformen der Sepulkralkultur. Das Projekt entsteht als hochschulübergreifende Master- und Diplomarbeit (HAW-Hamburg & HGB Leipzig). Das Künstlerhaus Nürnberg bietet als Künstler:innen-Residenz Raum für dieses Projekt.

Während ihres Aufenthalts im Glasbau haben die Illustratorinnen ihre Arbeitsstücke auch im Schaufenster des Glasbaus ausgestellt.


Rückblick auf den Tag der offenen Tür

11.10.2019

Am Sonntag, den 13. Oktober, fand der Tag der offenen Tür der Stadt Nürnberg statt - und auch das Künstlerhaus öffnete seine Werkstätten und zeigte in Führungen die neuen Ausweichorte in und um das Künstlerhaus.

Die Vorbereitungen des Programms begannen bereits um 12 Uhr, zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn, bei strahlendem Sonnenschein. Im Innenhof der Peuntgasse, die während der Umbauphase des Künstlerhauses als Ausweichort dient, wurde alles mit viel Liebe zum Detail aufgebaut - Biertischgarnituren mit hübschen Teelichtern, glitzernde Wimpelketten an den Garagentoren, Plakate und buntes Papierobst an den Wänden, ein einladender Basteltisch für Kinder sowie Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl der BesucherInnen.

Um 14 Uhr begann das vielfältige Programm. Stündlich wurden Führungen angeboten, bei denen die BesucherInnen die Räumlichkeiten der Werkbund Werkstatt Nürnberg und des Künstlerhauses einmal näher kennenlernten. Die Führung verlief quer durch die Gebäude bis in den Innenhof der Peuntgasse, wo bereits am Tor ein Programmpunkt auf die BesucherInnen wartete: Die PortraitzeichnerInnen. Ob ulkige Karrikatur oder detailgetreues Portrait, stets waren sie in ihre Zeichnungen vertieft und behielten den Blick für das Wesentliche. Ein paar Schritte weiter erwartete vor allem die Kinder ein gestalterischer Programmpunkt, bei welchem sie ihrer Kreativität freien Lauf und sich zu neuen Ideen insprieren lassen konnten. Ob beim Basteln mit bunten Pfeifenreinigern, beim Herstellen von Armbändern und Ketten oder auch beim Ausmalen von Mandalavorlagen - alle Kinder konnten sich kreativ austoben.

Zum Verweilen luden die BesucherInnen derweil auch die bereitgestellten Biertischgarnituren ein, an denen der ein oder andere Kuchen mit einer heißen Tasse Kaffee genossen werden konnte. Zumindest bis die köstlichen Leckereien, ein veganer Zitronenkuchen, ein fruchtiger Kirsch-Streusel-Kuchen, ein Schokokuchen oder auch Cookies, gebacken von der regionalen Traditionsbäckerei Hildes Backwut, nach dem großen Anklang beinahe ausverkauft waren. Um 14.30 und 15.30 Uhr erwartete die BesucherInnen dann eine Führung mit der Leiterin des Künstlerhauses. Diese zeigte den Interessierten die neuen Ausweichorte, die die Werkstätten, Gruppen und Vereine des Künstlerhauses während des dritten Bauabschnittes bezogen haben, während sie aufgeschlossen Fragen beantwortete und viele Informationen rund um diese spannende Zeit vermittelte.

Gerade zu den Führungen rund um die Werkstätten kamen große Besuchergruppen, um einen umfassenden Einblick in die Vielfalt des Kulturzentrums zu erhalten; einer der Haltepunkte dieser Führung war dabei die Fahrradwerkstatt, die ihr Tor ebenfalls im Innenhof geöffnet hatte. Hier konnte man zeitweilig den BesucherInnen über die Schulter schauen, die an diesem Tag ihr Fahrrad mitgebracht hatten um daran ein wenig herumzuschrauben. Im Fotolabor durften die BesucherInnen zusehen, wie Fotos auf analogem Weg entstehen, während sie in einer anderen Werkstatt lernen konnten, welche Möglichkeiten es gibt, Stoffe zu verschönern.

Um 17 Uhr fand der Tag der offenen Tür dann letztlich sein Ende - der letzte Schluck Kaffee war getrunken, das Kuchenbuffet aufgegessen und die letzten der insgesamt etwa 200 BesucherInnen machten sich nach einem ereignisreichen Tag auf den Weg nach Hause.

Danke für all das entgegengebrachte Interesse in unser Haus und das zahlreiche Erscheinen!