Kommkino e. V. präsentiert

Deathstalker – Der Todesjäger

97. Tuesday Trash Night

Di / 13.01.2026 / 21:15 Uhr


Der Barbarenfilm erfuhr mit „Conan der Barbar“ in den frühen 1980er-Jahren eine Renaissance, denn was dem ikonischen Schwarzenegger-Film folgen sollte, war eine nicht zu bändigende Flut billig produzierter Trittbrettfahrer, wie es sie selten in dieser Konzentration gegeben hat. Nicht verwundern sollte es, dass selbstredend auch Exploitation-Spezialist Roger Corman früh auf den Zug aufsprang und noch im selben Jahr mit „Sorceress – Die Mächte des Lichts“ ein Ziegenfuß in den Türspalt setzte, ehe er mit „Deathstalker“ nachlegte.

Die Erfolgsformel ist dabei verlockend simpel: Man nehme einen großen Muskel-Hünen – Schauspiel egal –, gebe ihm einen Lendenschurz und Schwert, setze Statisten groteske Gummimasken auf und filme das Ganze im Wald - weit weg von Drehgenehmigungsbehörden – und fertig ist das 80er-Fantasy-Abenteuer.

Gedreht wurde nämlich nicht irgendwo im sonnigen Kalifornien, sondern in Argentinien, wo Corman seinerzeit ganze Mini-Studios hochzog, um superbillig produzieren zu können. Die Wälder, Ruinen und Felslandschaften rund um Buenos Aires boten nicht nur die perfekte Kulisse für ein vermeintlich exotisches Fantasyreich, sondern auch Produktionsbedingungen, die es ermöglichten, für einen Bruchteil eines US-Budgets gleich mehrere Barbarenfilme am Stück herunterzukurbeln.

Den Conan-Verschnitt und titelgebenden „Todesjäger“ spielt hierbei der ehemalige Footballspieler Rick Hill, dem zwar eine eher überschaubare Film- und TV-Karriere bevorstand, der jedoch dafür die Titelrolle mit dem Mindestmaß an körperlicher Präsenz ausfüllt und einen Barbarentyp verkörpert, der deutlich weniger helden- und ehrenhaft auftritt als viele seiner Genre-Kollegen. „Deathstalker“ präsentiert seinen Protagonisten eher als raubeinigen Opportunisten, dessen moralischer Kompass so locker sitzt wie sein Lendenschurz – ein Eindruck, der weniger auf bewusste Figurenzeichnung als auf die improvisierte, damals gängige Exploitation-Mentalität zurückzuführen scheint.


Originaltitel: Deathstalker
Land: USA
Jahr: 1983
Regie: James Sbardellati
mit: Rick Hill, Barbi Benton, Richard
Brooker, Lana Clarkson, Victor Boo, Lillian Ker
Länge: 80 Min.
Sprachformat: deustche Synchronfassung
FSK: keine Angabe

Eintritt: 6 €

Kinotickets sind nur an der Abendkasse erhältlich. Eintritt frei mit dem Cineville-Kino-Abo. Weitere Informationen unter www.cineville.de
Königstr. 93
90402 Nürnberg
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Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de
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