Die Mama und die Hure
Alexandre, ein junger Mann, der sich aus Opposition zur bürgerlichen Gesellschaft fürs Nichtstun entschieden hat, verbringt seine Zeit in Cafés mit Diskussionen und Proust-Lektüre. Er lebt mit Marie zusammen, kann jedoch seine frühere Geliebte Gilberte nicht vergessen. Als er die Krankenschwester Veronika kennenlernt, entwickelt sich eine Menage-à-trois, die in einen Suizidversuch mündet. Jean Eustaches Hauptwerk gilt zu Recht als einer der bedeutendsten französischen Filme der 1970er Jahre. Der Film ist eine Studie über drei Personen, über die Mikrogesellschaft Paris-St.-Germaindes-Prés und auch über die ganze französische Gesellschaft nach dem Trauma des Mai 68. Dass Eustaches bitterer Abgesang auf den Mai 68 trotzdem alterslos erscheint, liegt an der Zeitlosigkeit vieler zur Sprache kommender Themen: der Sehnsucht nach einem anderen Leben, der Suche der Liebe, der Rätselhaftigkeit der Gefühle, der Schwierigkeit zu leben (und mit anderen zu leben) und dem Tod.
Originaltitel: La maman et la putain
Land: Frankreich
Jahr: 1973
Regie: Jean Eustache
mit: Jean-Pierre Léaud,
Bernadette Lafont, Françoise
Lebrun, Isabelle Weingarten
Länge: 220 Min.
Sprache: Französisch
Sprachformat: Originalfassung mit deutschen Untertiteln
FSK: ab 12
Eintritt: 9 €
Eintritt ermäßigt: 8 €Schüler*innen, Studierende, Rentner*innen, Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen
Eintritt ermäßigt: 6 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)
Eintritt ermäßigt: 6 €Inhaber*innen einer Freundschaftskarte
Eintritt ermäßigt: 4 €Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit einem Sozialpass der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach oder Arbeitslosenbescheid
Mehr in dieser Reihe:Re-release
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de





