Ernst Weil – Abstraktion in Nürnberg

21. März – 14. Juni 2020

Eröffnung Fr, 20. März 2020 um 19 Uhr

Im Jahr 1965 übernahm der Künstler Ernst Weil, geboren 1919 in Frankfurt, eine Professur für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, die er bis zu seinem Tod 1981 innehatte. Die Berufung krönte ein früh anerkanntes künstlerisches Schaffen, das in einem charakteristischen Spätwerk gipfelte. Als Student von Willi Geiger an der Münchner Kunstakademie rezipierte Weil ab 1946 zunächst die Klassische Moderne, bevor er – im Kreis von Werner Gilles und Fritz Winter verkehrend – den lyrischen Kubismus Fernand Légers für sich entdeckte, der ihm sein eigentliches Rüstzeug gab. Auf Empfehlung Picassos zog Weil 1957 nach Paris, wo er anhand des Motivs des Boxers einen expressiv-dynamischen Stil entwickelte. Als Professor an der Nürnberger Kunstakademie schuf Weil abstrahierte Landschaften, die als Verstrebungen von Farbflächen im Raum aufgebaut sind und poetische wie technoide Züge zeigen können. Die Retrospektive anlässlich von Weils 100. Geburtstag stellt anhand von Werken aus dem Nachlass Weils fulminante künstlerische Entwicklung vor.

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