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Naturhistorische Gesellschaft macht es möglich: Zeitreise in das antike Rom

von Eva Göritz-Henze, Yasmin Olivier-Trottenberg - 03.03.2025

Nürnberg - Wie haben die Menschen im antiken Rom gelebt? Das vermittelt eine neue, lehrplanorientierte Ausstellung im Naturhistorischen Museum. Es geht um Politik und Freizeit, Wohnen und Baden.

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Im neuen Rom-Raum gibt es Stadtansichten und Modelle. © Bill Bailey

Die römische Antike, die vom 8. Jahrhundert vor Christus bis in das 5. Jahrhundert nach Christus dauerte, ist eine Epoche, die ganz Europa und bis heute auch unsere Kultur, Architektur und Gesellschaft prägt. Die Ausstellung Roma Aeterna – ewiges Rom entführt in diese Welt, die auf den ersten Blick weit entfernt zu sein scheint, doch bei näherer Betrachtung unserem Leben erstaunlich nahe ist.

Der neue Rom-Raum ist didaktisch aufbereitet, eine hervorragende Ergänzung zu den Schullehrplänen und nimmt vor allem junge Besucher von ihren ersten Museumsbesuchen an mit auf eine Zeitreise in die legendäre antike Stadt. Vermittelt wird anschaulich der Alltag der Römer. Modelle der bekanntesten Bauwerke Roms erleichtern Schülerinnen und Schülern an diesem außerschulischen Lernort den Zugang zu berühmten Gebäuden und ihrer Funktion.

Das Forum Romanum, das Kolosseum und die Caracallathermen sind nicht nur technische Wunderwerke, sondern spiegeln auch den römischen Stolz und das Streben nach Macht wider. Die Modelle verdeutlichen zudem die große Bedeutung dieses antiken Erbes für Europa und sein Fortwirken bis heute. Doch das wahre Leben der Römer spielte sich nicht nur in diesen prunkvollen Bauwerken ab. Die Ausstellung vermittelt auch, wie römische Bürger wohnten und welche Alltagsgegenstände ihre Welt prägten. Ein weiteres Highlight ist die Darstellung des Freizeitlebens mit Gladiatorenkämpfen im Kolosseum und Wagenrennen im Circus Maximus.

Diese Aktivitäten zeigen nicht nur den Drang nach Unterhaltung, sondern auch das politische System und die soziale Hierarchie. Eintönig war das römische Leben nie: Es wurde geprägt von einer Mischung aus Luxus und Armut, politischen Intrigen und öffentlicher Großzügigkeit, künstlerischen Meisterwerken und alltäglichen Handwerkskünsten. Die ausgewählten Modelle ermöglichen das lehrplanorientierte Erarbeiten der Antike von der Grundschule über alle Schularten und Stufen des Geschichts- und Lateinunterrichtes bis zur Selbstdarstellung und Repräsentationskunst der römischen Kaiser in der Oberstufe. Dabei vermittelt die Ausstellung das grundlegende Bild einer Zivilisation, die sowohl durch ihre Pracht als auch durch ihre Widersprüche – man denke an die Sklavenhaltung – wirkte. Ein Besuch entführt in eine Welt, die längst vergangen ist, aber deren Spuren bis heute nachwirken. Ganz handfest können diese Erkenntnisse in museumspädagogischen Workshops vertieft werden - beim Spielen römischer Spiele, Basteln eines Mosaiks, Gießen einer Wachstafel, Bemalen eines Gefäßes, Kreieren eines Parfums oder Kochen nach römischen Rezepten.

Naturhistorisches Museum Nürnberg
Marientorgraben 8
90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di – Do, So 10 – 17, Fr 10 – 21, Sa 13 – 17 Uhr
Telefon: 0911 22 79 70
nhg-nuernberg.de

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