Wie gemalt

Kunstmuseum Erlangen zeigt Walter Förster und junge Positionen der Region

von Jannike Wiegand - 7.10.2021

Erlangen - In zwei Ausstellungen zeigt das Kunstmuseum Erlangen im Herbst 2021 sein Sammlungsgebiet, die zeitgenössische regionale Kunst aus Franken und der Oberpfalz. Neben der Präsentation bereits etablierter Künstlerinnen und Künstler versteht sich das Haus auch als Plattform für junge Positionen.

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Walter Förster, Ort der Fremde

Noch bis zum 24. Oktober ist daher die große Einzelausstellung Walter Förster – erzählerisch und schweigend zu sehen, die anlässlich seines 85. Geburtstages entstand und sein gesamtes Schaffen vom Frühwerk bis heute abbildet. Walter Förster ist vor allem für seine Zeichnungen von Landschaft und Natur bekannt, die mit abstrakten und detaillierten Bereichen gestaltet sind. Das Gegenteil der Retrospektive folgt dann kurz darauf: Die Ausstellung Raum für Malerei setzt die vor zwei Jahren begründete Reihe mit junger Kunst aus der Metropolregion fort. In diesem Jahr werden Positionen der Malerei ausgestellt, die zwei Dinge klar werden lassen: Zum einen, dass unsere Region großartigen „Nachwuchs“ zu bieten hat. Zum anderen, dass Malerei heute viel mehr sein kann, als Farbe auf Leinwand.

Die teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen haben an der AdBK Nürnberg studiert, studieren dort noch oder sind in der Region künstlerisch aktiv. Mit ihren Werken zeigt die Ausstellung vom 14.11. bis zum 12.12.21 ganz unterschiedliche Auffassungen von Malerei: sie ist hyperrealistisch bei Simon Kellermann, sie ist abstrakt und dabei erstaunlich figurativ bei Anna Maria Schönrock, Nazzarena Poli Maramotti oder Hannah Lang und sie ist fließend und leicht im Werk von Julia Frischmann. Jan Gemeinhardt lässt die Malerei dunkel romantisch werden.

Migyeong Yun baut Spannung auf, indem sie realistische Räume mit abstrakten Sphären kombiniert. In der minimalistischen Malerei von Mariko Tsunoka lässt die Malerei im Bild Räume entstehen. Und umgekehrt: Malerei greift selbst in den Raum ein, wenn Marco Stanke sie zur Installation macht.

Kunstmuseum Erlangen
Nürnberger Straße 9
91052 Erlangen
Öffnungszeiten: Mi, Fr, Sa 11 – 15, Do 11 – 19, So 11 – 16 Uhr
Telefon: 09131 20 41 55
kunstmuseumerlangen.de

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