Kunstmuseum zeigt Eisner und Meurisse

Internationale Comic-Highlights

von Sophia Petri - 10.6.2022

Erlangen - Zum 20. Internationalen Comic-Salon Erlangen sind noch bis zum 19. Juni zwei große Retrospektiven im Kunstmuseum zu sehen: Will Eisner und Catherine Meurisse.

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La jeune femme et la mer, Dargaud, 2021

Will Eisner wird der „Pate der Graphic Novel“ genannt. Seine Comicreihe The Spirit prägte bereits in den 1940er Jahren die amerikanische Comic-Szene. 1978 erschien dann seine erste Graphic Novel, mit der das Genre begann, als Literatur ernstgenommen zu werden. Als Kind jüdischer Immigranten kannte Eisner (1917-2005) das einfache Leben in New York und stellte dieses immer wieder in seinen Zeichnungen dar, die eine große Liebe zum Detail und zu Geschichten der einfachen Bevölkerung zeigen.

Es ist eine besondere Gelegenheit, Werke des Wegbereiters der Graphic Novel parallel zu denen einer der bekanntesten zeitgenössischen französischen Comiczeichnerinnen, Catherine Meurisse (*1980), zu sehen. Meurisse hat neben mehreren Graphic Novels auch viele Comic-Reportagen und Karikaturen für die Presse geschaffen. Als erste Frau war sie Mitglied der Redaktion von Charlie Hebdo und entkam knapp dem Attentat auf das Magazin. Seitdem hat sie sich inhaltlich vom Alltagsgeschehen wegbewegt und widmet sich humorvoll Themen wie Literatur, Kunst und immer wieder der Natur.

Beide Retrospektiven zeigen faszinierende Originalzeichnungen aus den Werken von Eisner und Meurisse.

Weitere Informationen unter kunstmuseumerlangen.de

Kunstmuseum Erlangen
Nürnberger Straße 9
91052 Erlangen
Öffnungszeiten: Mi, Fr, Sa 11 – 15, Do 11 – 19, So 11 – 16 Uhr
Telefon: 09131 20 41 55
kunstmuseumerlangen.de

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