Jaguwar

Verträumter Noisepop/noisiger Shoegaze aus Berlin

Fr., 23.02.2018, 21:00 Uhr Einlass 20:30 Uhr

Künstlerhaus im KunstKulturQuartier - Zentralcafé
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Der Eintritt ist frei

Jaguwar sind bisher an Nürnberg vollkommen vorbei gegangen. Was durchaus schade ist, gehören sie doch zu einer der interessantesten, aktuellen Bands im Bereich Shoegaze/Dreampop/Noisepop mindestens im deutschsprachigen Raum.
Seit 2012 existiert das Berliner Trio um Oyèmi und Lemmy. 2014 stieß Drummer Chris dazu und komplettierte die aktuelle Besetzung. Bisher veröffentlichten sie zwei EPs beim US-Label Prospect Records, gaben ungezählte Konzerte in UK, Dänemark, Frankreich, Serbien, Deutschland etc. Sie teilten die Bühnen mit Acts wie We Were Promised Jetpacks, Japandroids oder The Megaphonic Thrift und sorgten für pfeifende Ohren und glückliche Gesichter.

2016 schickten sie eine kurze E-Mail mit Musik an Tapete Records und fragten an, ob es eine Möglichkeit gebe, The Telescopes auf ihrer Tour zu supporten. Bands, die die Telescopes supporten wollen, sind ja schon mal per se interessant, und schon bald liefen im Tapete-Office die beiden Jaguwar-EPs rauf und runter. File under: Wall of Sound, Shoegaze, Noise & Pop. Man tritt Jaguwar nicht zu nahe, wenn man vermutet, dass My Bloody Valentine einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Einfluss hatten (und noch haben).

2017 zogen sie sich mit einer beträchtlichen Anzahl von Effektgeräten, Gitarren, Bässen und Verstärkern sowie genügend Kaffee und Zigaretten als Stärkung ins idyllisch im bayerischen Hof gelegene Tritone-Studio zurück und begannen die Aufnahmen zu „Ringthing“. Genretypisch wurde Schicht auf Schicht gelegt und, ebenso genretypisch, musste der ein oder andere Abgabetermin verschoben werden. Aber das Warten hat sich gelohnt: Noch mehr Noise und noch mehr Pop. „Krach & Detail“, wie die Band ihren Sound beschreibt. „Ringthing“ ist ein flirrender, halliger, krachender Monolith von einem Album. Jaguwar kombinieren hier süßen Pop mit Amphetamine-Reptile-mäßigem Noise, dort klingen sie, als hätten The Cure zusammen mit Ride einen Song aufgenommen. Songstrukturen mäandern, man muss bereit sein für das Unerwartete. Dem Trio gelang es so, sich von den Vorbildern zu emanzipieren und etwas Eigenes zu schaffen.

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Jaguwar - © Jaguwar

Veranstalter:
Musikverein

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