Deep Dark Woods & Kacey & Clayton

Can & Americana Night

Künstlerhaus im KunstKulturQuartier - Zentralcafé
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 18 €
Online-Ticket: 15 €

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Kultur Information
Königstraße 93
90402 Nürnberg

Online-Tickets

Überschwemmungen und Plagen, Geister und Gemetzel: Wehe den Figuren in den Songs von „Yarrow“, dem neuen Album von The Deep Dark Woods. Galgenstricke wiegen sich im lauen Sommerwind, Blumen blühen ohne Mitgefühl auf den Gräbern der Liebenden. Dies sind definitiv keine Choräle aus dem Garten Eden.

Auf „Yarrow“ wirkt Frontmann Boldt seltsam unruhig, als hätte sich eine neue Tür geöffnet, um Unheimliches hereinzulassen. Statt der unbekümmerten Glücksgefühle vorheriger Werke lebt das neue Album von einer dunkleren, befremdlicheren Stimmung. „Fallen Leaves“, ein Song, der die beißende Bitternis des Verlusts einfängt, und das schmutzig-hemdsärmelige „Drifting On A Summer’s Night“ besetzen die unheimlicheren und gruseligeren Nischen des Folk. „The Birds Will Stop Their Singing“ und „Teardrops Fell“ sind bedächtige Lobpreisungen, die Boldts herrlich schwermütiger Gesang perfekt zur Geltung bringt.

„Yarrow“ ist im Fieber entstanden – oder, um es medizinisch präzise auszudrücken –, im Scharlachfieber. Diese Krankheit aus dem letzten Jahrhundert ist ein passender Hintergrund für Songs, die sich mit bloßen Händen in die Erde graben, um die Gebeine des alten englischen Folk und Countryblues zutage zu bringen. Nach einer fünfjährigen Auszeit mit Umbesetzungen in der Band ist „Yarrow“ nun die Reinkarnation von The Deep Dark Woods, wie sie Bandleader Ryan Boldt vorschwebte. Produziert wurde das neue Album von Shuyler Jansen und Ryan Boldt, mit an Bord sind auch die Tour-Kumpel Kacy & Clayton.

Boldt schreibt in der tiefen Tradition der tristen, düsteren Geschichtenerzähler und zieht Bögen von Irland nach Tennessee, vom „Oxford Girl“ zum „Folsom Prison“. Seit dem Album „Jubilee“ von 2012 ist Boldts Anschauung erheblich makaberer geworden. In diesen neuen Songs bedient er sich des Gothic-Surrealismus, ganz im Sinne einiger der großen heutigen Balladensänger.
The Deep Dark Woods haben mittlerweile eine internationale Fangemeinde, ganz besonders in der Americana-Welt. Bei den Americana Music Awards 2012 waren sie gemeinsam mit Alabama Shakes und Dawes als Nachwuchskünstler des Jahres nominiert. The Deep Dark Woods stammen ursprünglich aus Saskatchewan, leben nun an der Westküste und verschmelzen gespenstischen Prärie-Folk mit Texas-Countryblues und kalifornischem Psychedelic.

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Café Kaya e.V.

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