Italowestern-Wochenende

Gott vergibt - Django nie!

Italowestern-Wochenende

Sa., 06.04.2019, 16:00 Uhr

Filmhaus im KunstKulturQuartier - KommKino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 6.00 €

„Ein Zug voller Leichen trifft in Canyon City ein. Vom transportierten Gold im Wert von 300.000 Dollar fehlt hingegen jede Spur. Versicherungsdetektiv Dan (Carlo Pedersoli) glaubt, dass nur der Bandit Bill San Antonio (Frank Wolff) hinter dem Massaker stecken kann. Doch der ist eigentlich tot: Vor zehn Monaten durch Django (Mario Girotti) verbleit, der ihn beim Duellieren in einer brennenden Pinte scheinbar endgültig unter die Radieschen geschickt hat. Dan macht Django ausfindig, schließlich war der sinistre Gunslinger der Letzte, der St. Antonio lebend in der Flammenhölle gesehen hat. Django wiederum hat sein eigenes Hühnchen mit Bill zu rupfen und empfindet die Anwesenheit des Versicherungsagenten als störend. Die Hinweise verdichten sich, dass Bill seinerzeit seinen Tod nur inszeniert hatte, um diverse Kopfgeldjäger, das Gesetz und sonstiges Geschmeiß loszuwerden und sich samt Gold und neuer Gang nach Mexiko abzusetzen. Nach den üblichen anfänglichen "Kommunikationsproblemen", inklusive einer kräftigen Keilerei, merken Dan und Django schlussendlich, dass sie gegen den abgewichsten St. Antonio nur gemeinsam eine Chance haben ...“ (Film Maniax)

"Ein Film mit vielen Namen: „Gott vergibt – wir beide nie!“ ist auch unter den Titeln „Gott vergibt_ Django nie“ und „Zwei vom Affen gebissen“ bekannt. Der Django-Fetisch deutscher Filmverleiher streifte so auch Terence Hill, der gerade im ungeschnittenen Original einen wenig zimperlichen und völlig humorlosen Einstand mit seinem späteren Erfolgspartner Bud Spencer gab. Als Entdecker der beiden darf sich Giuseppe Colizzi („Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“) betrachten, der, weil Hills Part eigentlich an den verletzt ausgeschiedenen Pietro Martellanza („Seine Kugeln pfeifen das Todeslied“) gehen sollte, unfreiwillig zur Grundierung des späteren Haudrauf-Gespanns beitrug.

Aber das Beste an der Geschichte ist nicht das dynamische Duo, sondern dessen Gegenspieler Frank Wolff („Leichen pflastern seinen Weg“). Als Bill San Antonio gibt dieser eine hinreißend überzogene Darbietung zwischen Charme und Kaltblütigkeit – und ist den sich abzeichnenden Stereotypen seiner Opponenten damit weit überlegen. [...] Den Irrungen folgt ein explosiver Showdown, bei dem Bills Schicksal ein für allemal geklärt wird. In diesem noch sehr ernsten und düsteren Italo-Western, der im Zuge des späteren Erfolgs von Spencer und Hill auch in einer neu synchronisierten, völlig unpassenden Komödien-Fassung aufgelegt wurde, regiert das Faust- und Coltrecht. Die verdiente Gewalt an den Komparsen freut den Fan. Denn „Gott vergibt – Django nie!“ ist nicht nur atmosphärisch dicht, sondern auch abseits jedweder Schnörkel gemacht. Brutaler sah man die beliebten Hauptdarsteller nie wieder." (Thomas Mayer, Handlemedown.de)

Der Film fand mit „Vier für ein Ave Maria“ und „Hügel der blutigen Stiefel“ zwei Fortsetzungen, die ebenfalls mit Bud Spencer und Terence Hill besetzt und im Anschluss zu sehen sind.

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