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Führung
Benjamin Houlihan. Salad Days & Mona Ardeleanu. Marianne-Defet-Malerei-Stipendium

Führung durch die Ausstellungen

Kunsthalle im KunstKulturQuartier

Kunsthalle im KunstKulturQuartier
Lorenzerstr. 32
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 8 € / Ermäßigt: 5.50 €

So, 4.6., 11 Uhr: Führung mit Yulia Visnevskaya M.A.
So, 11.6., 11 Uhr: Führung mit Lucia Hufnagel
So, 18.6., 11 Uhr: Führung mit Lucia Hufnagel
So, 25.6., 11 Uhr: Führung mit Lucia Hufnagel
So, 2.7., 11 Uhr: Führung mit Sylvie Ludwig
So, 9.7., 11 Uhr: Führung mit Lucia Hufnagel
So, 16.7., 11 Uhr: Führung mit Sylvie Ludwig
So, 23.7., 11 Uhr: Führung mit Sylvie Ludwig
So, 30.7., 11 Uhr: Führung mit Sylvie Ludwig
So, 6.8., 11 Uhr: Führung mit Lucia Hufnagel
So, 13.8., 11 Uhr: Führung mit Lucia Hufnagel

Benjamin Houlihans Arbeiten sind geprägt durch ein kluges Spiel mit den traditionellen Kategorisierungen der Kunst. Seine Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen verweigern sich der Begrenzung eines Mediums und verwischen die klassischen Gattungsgrenzen. Vieles stellt sich als intermedialer Pakt dar: Malerei ist keine Kunst der Fläche, sondern sie wächst volumenhaft in den Ausstellungsraum. Zeichnung entwickelt eine skulpturale Dimension oder wird mit einer bildhauerischen Fragestellung verhandelt. Denn Skulptur ist bei Benjamin Houlihan nicht zwingend Masse, sondern kann auch als filigrane Zeichnung im Raum erscheinen. So nimmt der Künstler in einer aktuellen Werkserie vertrauten Gegenständen – einer Schrankwand, einer Kaminuhr, einem Küchenstuhl oder auch einem Fenster – ihr Volumen. In aufwendiger Handarbeit werden die Möbelstücke und Alltagsobjekte so lange abgeschliffen, bis sie zur zarten Lineatur geworden sind. So steht ein Konzertflügel (skinny grand piano, 2015) nun – jeglicher statischen Logik widersprechend – auf nur noch Millimeter starken Beinen, die den Korpus scheinbar kaum mehr tragen können. Die Stütze des Hinterdeckels biegt sich gefährlich durch und lässt befürchten, dass sie bereits im nächsten Augenblick den aussichtslosen Kampf verliert.
Immer wieder konterkariert Benjamin Houlihan unsere Sehgewohnheiten und Wahrnehmungsmuster. Auch durch seine Eingriffe in den Raum, die er im Kontext seiner Ausstellung "Salad Days" in der Kunsthalle Nürnberg vorgenommen hat, verschieben sich architektonische Gesetzmäßigkeiten und menschliche Erfahrungswerte.
Benjamin Houlihan (*1975) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Georg Herold. 2015 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Nordhorn.

Parallel zur Ausstellung von Benjamin Houlihan präsentiert die Kunsthalle Nürnberg im Projektraum die Ausstellung von Mona Ardeleanu, der 12. Stipendiatin des Marianne-Defet-Malerei-Stipendiums.
Im Mittelpunkt der Malerei von Mona Ardeleanu stehen präzise konstruierte, fantastische Objekte, die die Künstlerin selbst als „Körper“ bezeichnet. Diese surrealen Körper, die zugleich organisch und geometrisch erscheinen, schweben frei in einem undefinierten, monochromen Bildraum. Konstruiert aus gemaltem Stoff, Spitze, Schnur oder auch Fell erzeugen die Körper zahlreiche Assoziationen, erinnern beispielsweise an geblümte Sommerkleider oder nostalgische Lampions, an gefiederte Wesen, Architekturelemente oder auch an einen die Hände wärmenden, pelzigen Muff. Die teils „altmeisterlich“ erscheinende Akribie und Detailverliebtheit der Malerei spielen mit der Wahrnehmung des Betrachters: Die Körper, die ihm auf den ersten Blick ver¬traut erscheinen und seine Neugierde wecken, erweisen sich auf den zweiten Blick als surreal verschlüsselt und der Logik widersprechend. So erscheint es trotz zahlreicher Assoziationen unmöglich, die Körper konkret zu benennen: Sie entziehen sich einer eindeutigen Identifikation und bleiben in ihrem Wesen ambivalent. Dem Betrachter erscheinen sie somit als vieldeutiges Objekt, welches zugleich fremd und vertraut, rätselhaft und selbstverständlich, hermetisch und offenkundig ist.
Mona Ardeleanu (*1984 in Lörrach) hat bei Alexander Roob, Daniel Richter, Franz Ackermann und Karin Kneffel studiert. Bis Juli 2017 lebt und arbeitet sie im Rahmen ihres Stipendiums im Atelier- und Galeriehaus Defet. Zur Halbzeit der Ausstellung im Projektraum der Kunsthalle Nürnberg wird ab 11. Juli der zweite Teil ihrer Nürnberger Arbeiten präsentiert.

Website

Weitere Vorstellungen:

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Kunsthalle Nürnberg
Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)

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