Präsentation der Sammlung

Die Sammlung der Kunstvilla umfasst die städtischen Bestände regionaler Künstlerinnen und Künstler von 1900 bis heute. Mit rund 50 Werken zeigt die Dauerausstellung ein reiches Panorama der Kunstentwicklung in Nürnberg. An ihrem Anfang stehen die Bilder der Malerfamilie Kertz, die eng mit den historischen und gesellschaftlichen Umbrüchen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verknüpft war. Im Obergeschoss beginnt der Rundgang mit Positionen der Nürnberger Nachkriegskunst und führt über die abstrahierenden Werke der 1960er-Jahre zu den ungegenständlichen Materialbildern ab den 1980er-Jahren. Begleitend zur Sonderausstellung wird in zwei Räumen ein Schwerpunkt auf den Einfluss des Japonismus auf Sammlungskünstlerinnen und -künstler gelegt.

Szenenwechsel - Die Malerfamilie Kellner

Mit der Einrichtung des Kertz-Kabinetts im letzten Jahr hat die Kunstvilla die Ausstellungsreihe „Familienbande“ eröffnet, bei der in loser Folge familiäre Beziehungen zwischen Kunstschaffenden in den Fokus gerückt werden. Mit den drei Brüdern Georg (1874 – 1924), August Friedrich (1885 – 1944) und Carl Kellner (1886 – 1953) wird eine weitverzweigte Nürnberger Künstlerdynastie präsentiert, die sich seit dem 18. Jahrhundert als Glasmalerfamilie einen Namen gemacht hatte. Erst die letzte Künstlergeneration der Kellner-Familie, zu der die drei Brüder gehören, ließ sich freischaffend in Nürnberg nieder. Alle drei wandten sich verstärkt der Landschaftsmalerei zu. Als Mitglieder der Nürnberger Sezession legen sie mit ihren Gemälden und Grafiken ein beeindruckendes Zeugnis für die Kunst der Moderne in Nürnberg ab. Thematisch und inhaltlich beziehen sich ihre Werke auf Spätromantik und Jugendstil. Sie öffnen Szenenwechsel Familienbande – Die Malerfamilie Kellner dabei gleichzeitig den Weg für eine Landschaftsdarstellung, die von der Sinnbildhaftigkeit des 19. Jahrhunderts losgelöst ist und ein besonderes Augenmerk auf das Zusammenspiel der Farben und Formen legt. Der Szenenwechsel untersucht das künstlerische Schaffen der drei Brüder zwischen Individualität und familiärer Gemeinschaft, zwischen Vererbung, Talent und Abgrenzung.

Kabinettausstellung - Die Nürnberger Malerfamilie Kertz

ab Do, 16. November 2017

Durch eine großzügige Stiftung des Münchner Theaterwissenschaftlers Prof. Dr. Peter Kertz konnte der Nachlass der Künstlerfamilie Kertz im Jahr 1999 an die Stadt Nürnberg übergeben werden. Das aus diesem Grund in der Kunstvilla eingerichtete Kertz Kabinett wird nun den Gemälden der Brüder Adolf (1880 –1918) und Max (1882 –1949) sowie dessen Sohn Heinrich Kertz (1904 –1950) gewidmet. Die Ausstellung zeigt das Schaffen einer Künstlerfamilie, das von den um 1900 entstandenen Freilichtszenen von Adolf Kertz bis zu den Figurendarstellungen des letztgeborenen Heinrich Kertz reicht.

Derzeit ausgestellte Künstlerinnen und Künstler

Thomas Bachmeier
Herbert Bessel
Toni Burghart
Willy Cramer
Jakob Dietz
Günter Dolllhopf
Hermann Frauenknecht
Gisela Habermalz
Hanns Herpich
Udo Kaller
Adolf Kertz
Max Kertz
Heinrich Kertz
Alfred Kettmann
Christian Klaiber
Eitel Klein
Ervin von Körmendy
Erich Kohout
Oskar Koller
Hans Langhojer
Maria Theresia Mecke-Steger
Karl Meisenbach
Dore Meyer-Vax
Theodor Reichart
Anton Schönecker
Leo Smigay
Franz Vornberger
Georg Weidenbacher
Ernst Weil
Georg Winter

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