Präsentation der Sammlung

Die Sammlung der Kunstvilla umfasst die städtischen Bestände regionaler Künstlerinnen und Künstler von 1900 bis heute. Anlässlich der Jubiläumsausstellung „70 Jahre Künstlergruppe Der KREIS“ hat die Kunstvilla im Jahr 2017 ihre Dauerausstellung vollständig neu eingerichtet und zeigt nun mit rund 50 Werken von 25 Künstlern ein reiches Panorama der Kunstentwicklung in Nürnberg von der Nachkriegszeit bis zur Jahrtausendwende. Der Rundgang beginnt mit der figurativen Nürnberger Nachkriegskunst und führt über die abstrahierenden Positionen der 1960er-Jahre, die am Beispiel des Figurenbilds und der Architekturmalerei vorgestellt werden, zu den ungegenständlichen Materialbildern ab den 1980er-Jahren.

Aktueller Szenenwechsel: Toni Burghart - Was bleibt

„Wenn einer malt, wenn einer schreibt, ist es kein Wunder, wenn was bleibt.“, schrieb Toni Burghart (1928 – 2008) einst. Am 14. Juni wäre der 2008 verstorbene Nürnberger Kulturpreisträger 90 Jahre alt geworden. Im Anschluss an eine Lithografenlehre und der Ausbildung an der heutigen Hochschule für Gestaltung in Nürnberg schrieb sich Burghart 1952 an der Akademie der Bildenden Künste mit ihrem damaligen Sitz in Ellingen ein. Nach einer Phase der gestischen Abstraktion gelangte er bereits in den 1960er-Jahren zu der für ihn markanten Bildsprache, in der das Zweideutige und das Surreale seinen festen Platz fanden. So entwickelte sich Burghart zu einem fränkischen Vertreter der Pop Art, der mit plakativer Bildsprache und einer Menge Wortwitz den Blick auf alltägliche Dinge und Situationen lenkte. Der Szenenwechsel legt den Schwerpunkt auf Burgharts Bildwelt, in der er Formen und Motive sowohl in der Malerei als auch in der Grafik in unterschiedlichen Varianten durchspielte und nicht selten mit einer hintersinnigen Unterschrift versah. Als „der innigste Maler deutscher Zunge“ hat sich Burghart einst bezeichnet. Sicher ist, dass seine Werke eine deutliche, oft provokante Sprache sprechen. Damit hat sich Burghart in Nürnberg Gehör verschafft und das ist es, was bleibt.

Kabinettausstellung - Die Nürnberger Malerfamilie Kertz

ab Do, 16. November 2017

Durch eine großzügige Stiftung des Münchner Theaterwissenschaftlers Prof. Dr. Peter Kertz konnte der Nachlass der Künstlerfamilie Kertz im Jahr 1999 an die Stadt Nürnberg übergeben werden. Das aus diesem Grund in der Kunstvilla eingerichtete Kertz Kabinett wird nun den Gemälden der Brüder Adolf (1880 –1918) und Max (1882 –1949) sowie dessen Sohn Heinrich Kertz (1904 –1950) gewidmet. Die Ausstellung zeigt das Schaffen einer Künstlerfamilie, das von den um 1900 entstandenen Freilichtszenen von Adolf Kertz bis zu den Figurendarstellungen des letztgeborenen Heinrich Kertz reicht.

Derzeit ausgestellte Künstlerinnen und Künstler

Herbert Bessel
Leo Birkmann
Sven Bjerregaard
Toni Burghart
Willy Cramer
Jakob Dietz
Günter Dollhopf
Alexander von Falkenhausen
Ralph Fleck
Hermann Frauenknecht
Christoph Gerling
Gisela Habermalz
Hanns Herpich
Georg Hublitz
Udo Kaller
Adolf Kertz
Max Kertz
Heinrich Kertz
Christian Klaiber
Eitel Klein
Oskar Koller
Evi Kupfer
Hans Langhojer
Mara Loytved-Hardegg
Maria Theresia Mecke-Steger
Karl Meisenbach
Dore Meyer-Vax
Karsten Neumann
Jörg Obergfell
Theodor Reichart
Hermann Thomas Schmidt
Anton Schönecker
Leo Smigay
Florian Tuercke
Franz Vornberger
Fredder Wanoth
Georg Weidenbacher
Ernst Weil
Georg Winter

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