Alle Ausstellungen und Veranstaltungen in der Kunstvilla bis 19. April abgesagt

Die Stadt Nürnberg schließt ab Dienstag, 17. März 2020, bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020, weitere öffentliche Einrichtungen. Daher werden für diesen Zeitraum sämtliche Veranstaltungen, Ausstellungen, Gruppentreffen und Service-Counter ab sofort und in allen Häusern des KunstKulturQuartiers ausgesetzt. Dazu gehören öffentliche Angebote von und in folgenden Einrichtungen: Filmhaus, Künstlerhaus, Kultur Information, Kunsthalle Nürnberg, Kunsthaus, Kunstvilla, Tafelhalle sowie Artothek, Filmhauscafé, Kantine (Musikverein und Zentralcafé), KommKino e.V., KulturKellerei, Offene Werkstätten in der Peuntgasse und der Berufsbildenden Schule 1 (Schmiede), Tourist und Jugend Information, Werkbund Werkstatt.

Wir arbeiten daran, möglichst viele Ersatztermine für die abgesagten Veranstaltungen zu finden und diese zeitnah zu kommunizieren. Bitte informieren Sie sich dazu auf den Webseiten der einzelnen Häuser oder in unserer Veranstaltungsübersicht auf kunstkulturquartier.de. Bereits erworbene Eintrittskarten für abgesagte Veranstaltungen haben im oben genannten Zeitraum keine Gültigkeit für den öffentlichen Nahverkehr.

Über die zukünftige Entwicklung halten wir Sie auch weiterhin auf den Webseiten des KunstKulturQuartiers sowie über unsere Social-Media-Kanäle auf dem Laufenden. Um die Verbreitung des Coronavirus so gering wie möglich zu halten, erhält man auf der Internetseite der Stadt Nürnberg noch zusätzliche aktuelle Informationen.

Bitte achten Sie auf Ihre Gesundheit und nehmen Rücksicht auf Ihre Mitmenschen, damit wir Sie möglichst bald wieder in unseren Häusern begrüßen dürfen.

Bis 13.09.2020

Im November 2019 hätte der 1919 in Frankfurt geborene Künstler Ernst Weil seinen 100. Geburtstag feiern können. Die Kunstvilla gratuliert nachträglich und erinnert mit ihrer Retrospektive an einen Maler, der gemeinsam mit dem neun Jahre älteren, aus Hannover stammenden Künstler Gerhard Wendland (1910 – 1986) die Abstraktion in Nürnberg vertrat und vermittelte.

Im Jahr 1965 übernahm Ernst Weil eine Professur für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, die er bis zu seinem plötzlichen Tod 1981 innehatte. Die Berufung krönte ein früh anerkanntes künstlerisches Schaffen, das in einem charakteristischen Spätwerk gipfelte. Als Student an der Münchner Kunstakademie rezipierte Weil ab 1946 zunächst im Schnelldurchlauf verschiedene Stile der Klassischen Moderne, bevor er den lyrischen Kubismus Fernand Légers für sich entdeckte, der ihm sein eigentliches Rüstzeug gab. 1957 zog Weil nach Paris, wo er anhand des Motivs des Boxers einen expressiv-dynamischen Stil entwickelte. Daneben entstand eine tachistische Werkphase, in der Pinselduktus und Farbverlauf ein größeres Gewicht erhielten. Als Professor an der Nürnberger Kunstakademie schuf Weil schließlich abstrahierte Landschaften, die als Verstrebungen von Farbflächen im Raum aufgebaut sind und poetische wie technoide Züge zeigen können.

Die erste museale Retrospektive seit fast 40 Jahren stellt anhand von rund 80, vielfach noch nie gezeigten Werken Weils fulminante künstlerische Entwicklung vor und wird von einem reich bebilderten Katalog begleitet.

Mit freundlicher Unterstützung der Hiltner-Wolf-Stiftung.

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Begleitprogramm flipsnack  hier