Wilhelm Uhlig: Die gute Figur

15. Mai 2021 bis 3. Oktober 2021

 

Wilhelm Uhlig, geboren 1930 in Guttenberg, ist einer der bekanntesten Bildhauer der Region. Seine Werke finden sich nicht nur im öffentlichen Raum, sondern wurden vielfach ausgestellt, unter anderem beim NN-Kunstpreis sowie bei den Künstlergruppen „Der KREIS“ und „Borgo Ensemble“. Die Kunstvilla nimmt den 90. Geburtstag des Künstlers im vergangenen Jahr zum Anlass, ihn mit einer großangelegten Retrospektive zu ehren.

Uhlig studierte von 1951 bis 1959 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei dem Bildhauer Hans Wimmer (1907 – 1992). Wie Wimmer gab Uhlig die figürliche Skulptur nach ihrem nationalsozialistischen Missbrauch nicht auf, sondern entwickelte sie, bezugnehmend auf die Antike und auf die Klassische Moderne, für die Gegenwart weiter. 1972 übernahm Uhlig selbst eine Professur an der Nürnberger Kunstakademie, der er von 1984 bis 1987 als Präsident vorstand.

In Uhligs Schaffen nehmen teilweise als Torsi ausgebildete Aktfiguren und Porträts eine besondere Rolle ein. In der Walhalla bei Regensburg stehen die von ihm gestalteten Porträtköpfe des Physikers Albert Einstein und der
Ordensschwester Theresia Gerhardinger. In Nürnberg schuf Uhlig die lebensgroße Figur des Schriftstellers Hermann Kesten (1900 – 1996) für die Stadtbibliothek und die „Hygiaia“ für die Mohrenapotheke gegenüber der Lorenzkirche. Innovativ entwickelt der Künstler derzeit seine Menschenbilder weiter indem er entweder den Schaffensprozess seiner Bronzefiguren offenlegt oder aber seriell an ausgewählten Plastiken bis zur Abstraktion weiterarbeitet.

Die Retrospektive stellt Wilhelm Uhlig in die Tradition der figurativen Plastik und bezieht erstmals auch den Außenraum in größerem Maße ein.

Zum Download des Ausstellungsflyers (Pdf, 117 KB) mit allen Informationen und Begleitveranstaltungen

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