Eröffnung der Sonderausstellung

Grauzonen. Nürnberger Künstler:innen im Nationalsozialismus

Fr / 24.06.2022 / 20:00 Uhr


Das erklärte Ziel der nationalsozialistischen Kunstpolitik war die Schaffung einer „deutschen“ Kunst. Hierfür wurde die Kunst der Moderne als „entartet“ gebrandmarkt und aus den Sammlungen entfernt sowie die systemkonforme Kunst ab 1937 jährlich in den „Großen Deutschen Kunstausstellungen“ in München präsentiert.

Die Kunstvilla widmet sich im Rahmen der Ausstellung „Grauzonen. Nürnberger Künstler:innen im Nationalsozialismus“ erstmals ihren Sammlungsbeständen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Gezeigt werden im Rahmen der Sonderausstellung 200 Werke von rund 60 Künstler:innen, die einen Überblick über die Entwicklung der Nürnberger Kunst von den 1920er-Jahren über die NS-Zeit bis in die Nachkriegszeit geben. Die meisten der gezeigten Künstler:innen waren bereits in der Weimarer Republik tätig und konnten ihr Schaffen in der NS-Zeit fortsetzen. Welche Handlungsoptionen für sie bestanden und inwiefern sich die nationalsozialistische Kulturpolitik auf ihr Schaffen auswirkte, wird anhand der Werkauswahl deutlich.

Mit Werken u. a. von Andreas Bach, Jakob Dietz, Irma Goecke, Heinrich Göttler, Hermann Gradl, Julius Graumann, Georg Hetzelein, Anna Klein, Eitel Klein, Erich Kohout, Max Körner, Constantin Mitschke-von Collande, Georg Ort, Ria Picco-Rückert, Luis Rauschhuber, Konrad Roth, Georg Vogt, Gerhard Wendland und Hermann Wilhelm

Es sprechen:

Michael Bader, Direktor des KunstKulturQuartiers
Grußwort

Dr. Andrea Dippel, Leiterin der Kunstvilla und Alexander Steinmüller M. A., Sammlungskurator der Kunstvilla
Einführung

Dr. Eckart Dietzfelbinger
Kunst und Kulturpolitik im Nationalsozialismus

Kunstvilla
Blumenstr. 17
90402 Nürnberg
http://kunstvilla.org

Eintritt frei

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