50 Jahre Kunst im öffentlichen Raum

Als die Kunst in Nürnberg 1971 anlässlich des Bildhauertreffens "Symposion Urbanum Nürnberg 71" den musealen Raum verließ, um in einen Dialog mit der Bevölkerung zu treten, rechnete wohl niemand mit derart heftigen Reaktionen.

Das mutige und ehrgeizige Vorhaben, das vor allem durch private Spenden finanziert wurde und aus einer privaten Initiative entstand, wurde heftig und kontrovers diskutiert. Es scheint wenig positive Stimmen gegeben zu haben: Die Kunst traf auf ein Unverständnis in der Bevölkerung, das auch vor Vandalismus und Zerstörung keinen Halt machte. Die Ausstellung Art Attacks! 50 Jahre Kunst im öffentlichen Raum im Neuen Museum Nürnberg blickt zurück auf diese Debatte und Nürnbergs Anfänge, den urbanen Raum mit zeitgenössischer Kunst zu beleben. In einem Kurzfilm zur Ausstellung, erläutern Susann Scholl und Linus Rapp am Beispiel von drei Werken die Geschichte dieser kritischen Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst, die bis in die Gegenwart reicht. Und auch aktuell scheint Kunst im öffentlichen Raum gefährlich zu leben - jüngstes Beispiel dafür ist die Zerstörung eines Graffiti von Banksy im englischen Seebad Lowestoft.

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