KitschKunst im Focus

Kitsch und Nacktheit - gefährlich?

#phaenomenkitsch

Nachgefragt bei Eva Borrmann (PLAN MEE)

#phaenomenkitsch

 

Eva Borrmann ist glückliche Preisträgerin der Nürnberger Impulsförderung, mit der die Künstlerin/Choreografin drei Jahre in und mit der Tafelhalle produzieren kann. Ihr thematischer Schwerpunkt "Kitsch/Kunst" weckt natürlich Neugier. Knapp einen Monat vor der Premiere von "Soft Focus" (engl. für Weichzeichner)  stellen wir hier nun die zweite Frage (alle Fragen, Antworten und mehr Infos zum Projekt könnt Ihr hier nachlesen:

Wir: Deine erste Arbeit SOFT FOCUS beschäftigt sich mit der Frage: “ Wie gefährlich ist es, wenn Kitsch auf nackte Haut trifft?”. Für die Produktion arbeitest du mit zwei Performerinnen zusammen die 58 und 61 Jahre alt sind - im Tanz eher ungewöhnlich. Wie kam es dazu?

Eva: "Ausgangspunkt sind die Aktfotografien des Künstlers David Hamilton, der in den 70er Jahren Berühmtheit erlangte. Sein Markenzeichen: der Weichzeichner - SOFT FOCUS. In der Popkultur ebnete er damit den Weg für ein bestimmtes ästhetisches Frauenbild, das geprägt ist, von jungen, Lolita-artigen Mädchen. Die beiden Performerinnen, Alexandra und Susanna, sind mit diesen Bildern aufgewachsen und dieser Zeit entsprungen. Auch ihre Körper haben diese Bilder verinnerlicht. Es war mir wichtig, mit ihnen in einen Dialog zu treten, der vergangene und aktuelle Sichtweisen auf das Thema Körper und Macht miteinander verbindet und die Chance birgt, einen ganz eigenen Standpunkt zu finden."

Premiere von Soft Focus ist am 3. Februar, 20 Uhr in der Tafelhalle. Tickets gibts bei uns im Webshop und in der Kulturinformation, Königstr. 93, Nürnberg

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