Meine Mütter - Spurensuche in Riga
Erst im Jahr 2000 erfährt Rosa von Praunheim von seiner damals 94-jährigen Mutter, dass er nicht ihr leiblicher Sohn ist, sondern während der deutschen Besatzung aus einem Kinderheim in Riga adoptiert wurde. Nach ihrem Tod beginnt der Regisseur eine scheinbar aussichtslose Recherche nach seinen Wurzeln.
Der Film begleitet von Praunheim und sein Team bei der akribischen Spurensuche in Archiven sowie bei Gesprächen mit Zeitzeug*innen und Historiker*innen. Aus der persönlichen Familiengeschichte entwickelt sich eine spannende, zunehmend erschütternde Detektivgeschichte, die unweigerlich zu den Verbrechen des NS-Regimes führt. Gerade weil der Film nicht als historisches Zeitdokument geplant war, sondern aus einer individuellen Perspektive entsteht, holt er den Holocaust aus der Distanz der Geschichtsbücher in eine beklemmende Nähe. Unfreiwillig, aber umso eindringlicher, macht von Praunheim die deutsche und lettische Vergangenheit für einen Moment wieder lebendig – ein zutiefst menschlicher und sehenswerter Film.
Land: Deutschland
Jahr: 2007
Regie: Rosa von Praunheim
Länge: 87 Min.
Sprache: deutsche Originalfassung
FSK: ab 12
Eintritt: 9 €
Eintritt ermäßigt: 8 €Schüler*innen, Studierende, Rentner*innen, Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen
Eintritt ermäßigt: 6 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)
Eintritt ermäßigt: 6 €Inhaber*innen einer Freundschaftskarte
Eintritt ermäßigt: 4 €Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit einem Sozialpass der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach oder Arbeitslosenbescheid
Mehr in dieser Reihe:In memoriam Rosa von Praunheim
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de





