The Art Of Jazz

Erika Stucky - UNDERCOVER

The Art of Jazz, Konzert N° 226

Mo / 29.11.2021 / 20:00


Eine Biografie beschreibt man meist in Lebensfakten, wie: geboren in San Francisco – als Kind Schweizer Eltern in den USA der Sechziger Jahre. Dann im Alter von neun Jahren: Erika Stuckys Eltern kehren in die Schweiz zurück. Für Erika selber ist es keine Rückkehr, sondern ein Auswandern von ihrer Hippie-Welt in eine ihr völlig neue Heimat mit Jodel und Talerschwingen, Alphörnern und einer Lehrerin, die Hula Hoop-Tänzerin nicht als richtigen Beruf sieht, mit dem Erika einst ihren Lebensunterhalt verdienen könnte.
Und doch: Erika Stucky ist heute eine der bekanntesten und gefragtesten Jazzmusikerinnen und Performerinnen Europas. Wie Erika Stucky ihren Kindheits-Kulturschock an der Pariser C.I.M. Jazzschule gesangsbildend nicht nur therapierte, sondern transformierte, mit George Gruntz und Ray Anderson das Jazz-Parkett machtvoll bestieg, ist legendär. Und wie sie schließlich mit ihrem ureigenen Projekt «Bubbles & Bones» den interkontinentalen Spagat hinlegte. Die staunende Presse beschrieb das mitunter so: «Changierend zwischen Alpen-Girlie und Jazz-Lady – eher herzzerreissend als seriös avantgardistisch. Serious fun» (Rolling Stone). «Vokale Aktionskunst zwischen Laurie Anderson, Meredith Monk und Tom Waits», konnte Stereoplay ausmachen. Und ganz nüchtern protokollierte die FAZ: «Es gibt nicht viele Vokalistinnen von der Art Erika Stuckys.» Welch nobles Understatement.

In Undercover beschreibt sie nun ihre Biographie anhand jener Musik , die ihr Leben beeinflusst hat. Es sind hauptsächlich Coverversionen jener Songs, die sie in ihren jungen Jahren beeindruckt haben. Das Spektrum reicht von den Beatles, Leonhard Cohen, Randy Newman bis hin zu Bruce Springsteen und Lou Reed. Coverversionen haben in ihren Programmen schon immer einen großen Platz gehabt. Stucky bastelt an den Hits herum, bis sie in ihr jeweils aktuelles Programm passen. Das geschieht nicht nur musikalisch, wenn sie die Songs bis auf ihren Kern auskocht, sondern mitunter auch textlich. So entstehen aus diesen ewigen Kunstwerken kleine musikalische Perlen mit eigenem Glanz.
Begleitet wird Erika Stucky dieses Mal von Thomy Jordi am E-Bass und Hans Feigenwinter am Flügel und Keyboard.

Ach ja... Erika Stucky sagte immer wieder, sie werde nie „Fly Me to the Moon“ singen. Auch kein Medley von Marilyn Monroe. Aber dann tut sie es halt doch. Denn „never“ gibt es bei ihr nicht.

Erika Stucky: voc, accord, film
Thomy Jordi: e-b
Hans Feigenwinter: p, wurlitzer

Tafelhalle im KunstKulturQuartier
Äußere Sulzbacherstr. 62
90491 Nürnberg

Eintrittspreise:
Eintritt: 21 €
Eintritt ermäßigt: 16 €

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Kultur Information
Königstraße 93
90402 Nürnberg

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