Raise your voice

Eine lange Nacht der Literatur

Sa / 20.11.2021 / 19:30


Seit wir im Oktober 2020 eine geplante Lange Nacht der Literatur in der Tafelhalle absagen mussten, hat sich vieles verändert. Es gibt Lichtblicke, Perspektiven, aber auch mehr als alarmierende Zeichen und Radikalisierungen. Die Pandemie hat weiter erschwert, dass Autor:innen und ihre Positionen gesellschaftlich sichtbar werden, viele zentrale Fragestellungen werden in ihrer Dringlichkeit nicht wahrgenommen und Lösungsvorschläge nicht Wirklichkeit, von Diversität bis Teilhabe, bis Klimawandel, bis geopolitische Verantwortung, siehe zuletzt und weiter noch Afghanistan. Deswegen wollen wir uns nun genau dieser Frage widmen: Muss sich Literatur positionieren und wenn ja wie geht das nachhaltig und wirkungsmächtig jenseits lediglich tagespolitischer Einmischung oder kurzer Leuchtfeuer im Medienbetrieb? Können wir die Welt verändern, von der Brecht sagt, dass sie es braucht? Wo endet künstlerischer Ausdruck und beginnt Aktivismus? Können wir anhand der Realität vor unseren Augen noch von künstlerischer Autonomie und Ästhetik reden? Kann und muss man das trennen? Was sind überhaupt die Themen, mit denen sich Autor*innen im Moment beschäftigen? Wo liegen die Sichtachsen? Müssen wir vielleicht alles uns bislang Selbstverständliche, das Eingeübte und Praktizierte hinterfragen und kontern? Und muss man nicht auch über jene globalen Probleme reden, die kommen, die sich ankündigen? Überhaupt erst hinschauen? Denn eines ist sicher: Literatur ist ein Seismograf gesellschaftlicher Entwicklungen. Nachdem sich Autor*innen auf Einladung des Schriftstellers Albert Ostermaier in einer Tagung in der Tafelhalle diesen Fragen stellen, präsentieren sie Ihnen am 20. November in einer langen Nacht der Literatur ihre Positionen und literarischen Antworten.

Mit:
Taqi Akhlaqi, Bachtyar Ali, Nora Bossong, Nuran David Calis, Olga Grjasnowa, Joshua Groß, Verena Lueken, Hosnijah Mehr, Albert Ostermaier, Stefan Otteni, Sasha Marianna Salzmann, Nahid Shahalimi, Alawiya Sobh, Najem Wali, Stefan Weidner

Tafelhalle im KunstKulturQuartier
Äußere Sulzbacherstr. 62
90491 Nürnberg

Eintrittspreise:
Vorverkauf: 10 €
Eintritt: 10 €

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Der Ticket-Vorverkauf beginnt jeweils zum 1. des Vormonats: Für Veranstaltungen im Oktober also beispielweise am 1. September. 

Ausnahmen sind gekennzeichnet.