Isabelle Kranabetter: In Conversation with ...

Ein inszeniertes Konzert

Fr., 28.02.2020 , 20:00 Uhr

Tafelhalle im KunstKulturQuartier
Äußere Sulzbacherstr. 62
90491 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 16 € / Ermäßigt: 10 €
Online-Ticket: 13 € / VVK-ermäßigt: 8 €
Rabatt für Schüler*innen und Student*innen + freier Eintritt für Begleitpersonen von Menschen mit Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis + 30 % Rabatt mit Q-Card

VVK an den gängigen VVK-Stellen

Kultur Information
Königstraße 93
90402 Nürnberg

Kaum ein Komponist war über alle Epochen hinweg derart präsent wie Ludwig van Beethoven. Jedes Zeitalter verehrte „seinen“ Beethoven: die Romantik den ersten freien, nur sich selbst und der Kunst verpflichteten Komponisten, der Nationalismus das heroische deutsche Genie, der Sozialismus den internationalistischen Humanisten und auch für uns heute steht Beethoven als Komponist der Europa-Hymne für die Werte der Aufklärung als kultureller Basis von Europa. Was aber machte Beethoven als Figur so anschlussfähig? Oder anders: Warum ließ sich Beethoven für derartig unterschiedliche Zwecke instrumentalisieren? Gibt es überhaupt ein Original, das man noch aufspüren kann, also auch den Menschen Beethoven?

Diesen Fragen geht das inszenierte Konzert „In conversation with _“ anhand der Konversationshefte des tauben Beethovens nach. Diese Notizhefte aus Beethovens Alltag überliefern nur die Stimmen seines Gegenübers. Beethoven antwortete mündlich und bleibt für den späteren Leser stumm. Die hinterlassene Leerstelle bietet Raum für eigene Interpretationen. 150 Jahre hat es dann gedauert, bis man überhaupt festgestellt hat, dass ein Großteil der Hefte von Beethovens ehemaligem Sekretär gefälscht wurde; er wollte der Überlieferung eines ganz bestimmten Bildes auf die Sprünge helfen.

Fünf Musiker*innen-Performer*innen durchforschen Familienzwiste, politische Diskussionen und Einkaufslisten aus den Konversationsheften sowie späte Werke Beethovens. Mit neuen, experimentellen Kompositionen und theatralen Mitteln spüren sie spielerisch der Frage nach, wie Projektionen, Mythen und Fälschungen unsere Kulturgeschichte prägen – und wie das entsteht, wofür wir heute den Namen „Fake News“ erfunden haben.

Konzept/Inszenierung: Isabelle Kranabetter
Neu-Kompositionen: Iñigo Giner Miranda
Musiker*innen/Performer*innen: Neus Estarellas (Klavier) u.a.

WEITERER TERMIN: 29.02.2020

Isabelle Kranabetter: In Conversation with ... - © Veranstalter

Weitere Termine:

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Tafelhalle

Zurück zur Liste