Newsletter vom 04.04.2026

Constantin von Mitschke-Collande – Ein Künstlerleben zwischen Dresden und Nürnberg

Gemälde mit den Porträts einer Frau und eines Mannes vor einem Haus im Hintergrund.Constantin von Mitschke-Collande, Liebespaar, 1920, Privatsammlung von Mitschke-Collande, © Foto: Kunstvilla/Annette Kradisch

Liebe Freundinnen und Freunde der Kunstvilla,

wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der kommenden Ausstellung „Constantin von Mitschke-Collande – Ein Künstlerleben zwischen Dresden und Nürnberg“ in die Kunstvilla ein. 

Constantin von Mitschke-Collande (1884–1956) durchlebte als Künstler und Mensch die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Geboren auf Gut Kollande in Niederschlesien, wurde sein Studium an der Dresdner Kunstakademie durch den Einsatz im Ersten Weltkrieg unterbrochen. Nach dem Krieg fand er Aufnahme in die avantgardistische Kunstszene Dresdens, 1905 Geburtsort der Künstlergemeinschaft Brücke. Als Mitbegründer der Dresdner Sezession Gruppe 1919 arbeitete Mitschke-Collande zunächst im Umfeld von Otto Dix, Conrad Felixmüller und Lasar Segall und wird daher der zweiten Expressionisten-Generation zugerechnet. Ab 1933 wurde sein Frühwerk von der nationalsozialistischen Kulturpolitik verfemt, teilweise beschlagnahmt und vernichtet. Durch die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 verlor Mitschke-Collande zudem einen Großteil seiner bis dahin entstandenen Werke. Nach der Flucht fand Mitschke-Collande zunächst in Rothenburg, dann in Nürnberg eine neue Heimat und entwickelte dort bukolische wie literarisch inspirierte Bildwelten. 

Zum ersten Mal wird Mitschke-Collandes Gesamtwerk präsentiert, das neben Grafiken und Gemälden auch Bühnenbilder und Illustrationen umfasst, und zudem aufgezeigt, wie Mitschke-Collande zwischen Avantgarde, Anpassung und Neubeginn seinen eigenen künstlerischen Weg behauptete.

Die Ausstellung entstand dank großzügiger Leihgaben des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg, des Museums Kunst der verlorenen Generation in Salzburg, des Mittelfränkischen Kriminalmuseums in Rothenburg sowie des Verlags Nürnberger Presse und des wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmens. 

Zur Eröffnung am Sonntag, dem 1. März 2026 um 11 Uhr sprechen
Prof. Dr. Julia Lehner, Bürgermeisterin der Stadt Nürnberg: Grußwort 
Dr. Andrea Dippel, Leiterin der Kunstvilla und Kuratorin der Ausstellung: Einführung in die Ausstellung
Der Eintritt ist frei.

Verpassen Sie nicht unser vielfältiges Begleitprogramm, hier eine kleine Auswahl: 

Am 4.3.2026 führt die Leiterin der Kunstvilla Dr. Andrea Dippel um 18:30 Uhr durch die Retrospektive und gibt dabei einen Einblick in die Konzeption und Entstehung der Sonderausstellung.

Kaum ein anderer Stil ist auf vergleichbare Weise mit dem Expressionismus verbunden wie der Holzschnitt. Der Künstler Axel Voss führt am 11.3.2026 um 18:30 Uhr in die Drucktechniken des Expressionismus im Rahmen einer Expertenführung ein.

Am 25.3.2026 ist um 18:30 Uhr der Schauspieler Hannes Seebauer in der Kunstvilla zu Gast und trägt expressionistische Literatur vor, die zum Teil von Constantin von Mitschke-Collande illustriert wurde, darunter Texte von Klabund, Sylvia von Harden und Else Lasker-Schüler.

Genauere Informationen und alle weiteren Veranstaltungen finden sie in unserem Veranstaltungskalender auf der Webseite der Kunstvilla.

Feiern Sie mit uns die Wiederentdeckung eines Künstlers! Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Herzliche Grüße aus der Kunstvilla

Dr. Andrea Dippel und das Kunstvilla-Team

Highlights aus dem Begleitprogramm

Diese Veranstaltung ist abgelaufen.

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Impressum:
Verantwortlich: Oberbürgermeister Marcus König, Stadt Nürnberg
Vertretung: Sebastian Wild
Redaktionelle Verantwortung gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Sebastian Wild
KunstKulturQuartier
Königstr. 93
90402 Nürnberg
Telefon: +49 911 231-14 00 0
E-Mail: kunstkulturquartier@stadt.nuernberg.de
kunstkulturquartier.de
Umsatzsteueridentifikationsnummer: VATDE 133 552 578


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