Kinema Kurabu

Der Tempel zur goldenen Halle | Mishima - Ein Leben in vier Kapiteln

Double Feature

So / 29.11.2026 / 17:30 Uhr


Yukio Mishima ist eine der schillerndsten Figuren im japanischen Kulturleben des 20. Jahrhunderts: Der Sprössling einer Familie der Oberklasse avancierte nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Star der japanischen Literaturszene. Seine Romane wurden von Kritik wie Publikum gefeiert, in den 1960ern war er mehrmals für den Nobelpreis nominiert – und rückte politisch immer weiter nach rechts. Seine Sehnsucht galt den „männlichen“ Idealen des vormodernen Japan; die in seinen Büchern oft mit homoerotischen Untertönen einher gehen. 1970 setzte er seinem Leben im Alter von 45 Jahren im Rahmen eines theatralisch überhöhten Putschversuchs ein Ende.

DER TEMPEL ZUR GOLDENEN HALLE
ENJŌ | JP 1958 | 99' | FSK: k.A. | jap. OmeU | Regie: Kon Ichikawa | mit: Raizō Ichikawa, Nakamura Ganjirō, Tatsuya Nakadai

In Japan entstanden über die Jahrzehnte mehrere Dutzend Verfilmungen von Werken Mishimas. Wir zeigen Kon Ichikawas DER TEMPEL ZUR GOLDENEN HALLE, der auf „Der Tempelband“ basiert, einem der Romane, die Mishima auch international bekannt machten. Im Zentrum steht der junge buddhistische Akolyth Goichi, der verhaftet wird, nachdem er einen Tempelpavillon niedergebrannt hat. In Rückblenden entfalten sich die Hintergründe dieser Tat als ein düsteres Psychodrama.

MISHIMA – EIN LEBEN IN VIER KAPITELN
MISHIMA: A LIFE IN FOUR CHAPTERS | US/JP 1985 | 120' | FSK: ab 16 | mehrsprachige OmU | Regie: Paul Schrader | mit: Ken Ogata, Kenji Sawada, Toshiyuki Nagashima

Auch der zweite Film des Abends besteht hauptsächlich aus Rückblenden: Paul Schraders Biopic MISHIMA – EIN LEBEN IN VIER KAPITELN setzt am 25. November 1970 ein, am letzten Tag im Leben Mishimas. Während sich der Schriftsteller auf seine letzte Tat vorbereitet, verbindet Schraders Film Episoden aus dem Leben des Autors mit kurzen dramatischen Vignetten aus Mishimas Romanwerk.

In Kooperation mit: der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für Nordbayern (DJG) und dem Lehrstuhl für Japanologie an der FAU Erlangen-Nürnberg.

Eintritt: 9 €Ohne Sushi-Box

Eintritt ermäßigt: 8 €Ohne Sushi-Box für Schüler*innen, Studierende, Rentner*innen, Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis, einem Sozialpass der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach oder Arbeitslosenbescheid und Gruppen ab 5 Personen sowie Inhaber*innen einer Freundschaftskarte

Eintritt: 23 €Mit Sushi-Box

Eintritt ermäßigt: 22 €Mit Sushi-Box für Schüler*innen, Studierende, Rentner*innen, Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis, einem Sozialpass der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach oder Arbeitslosenbescheid und Gruppen ab 5 Personen sowie Inhaber*innen einer Freundschaftskarte

Kinotickets sind zu den Öffnungszeiten an der Kinokasse im Filmhaus erhältlich (eine Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung) oder im Online-Vorverkauf bei Cinetixx (siehe Link „Tickets kaufen“). Reservierte Karten bitten wir insbesondere bei Veranstaltungen, bei denen mit großem Andrang zu rechnen ist, spätestens 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Kinokasse abzuholen. Eintritt frei (aber ohne Sushi-Box) mit dem Cineville-Kino-Abo. Weitere Informationen unter www.cineville.de
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Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de
Filmhaus Nürnberg im KunstKulturQuartier
Website
Deutsch-Japanische Gesellschaft für Nordbayern e.V.
Website
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
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