Erinnerungen an die Unterentwicklung
In seinem vielschichtigen Spielfilm wirft Tomás Gutiérrez Alea vom Jahr 1968 aus einen Blick auf Kuba in der Zeit zwischen Fidel Castros Revolution und der Kubakrise. Er portraitiert einen bürgerlichen "Mann ohne Eigenschaften" und stellt Fragen nach der Verantwortung der Bourgeoisie in Zeiten des Umbruchs.
Havanna, 1961: Sergio gehört zur oberen Mittelschicht Kubas. Seine Frau hat ihn verlassen und ist kurz nach der Invasion in der Schweinebucht in die USA emigriert. Sergio ist im Land geblieben, nicht aus Überzeugung, sondern aus Bequemlichkeit und ein bisschen Neugier. Er verbringt seine Tage vorwiegend mit Träumereien und beobachtet die Veränderungen, die sich in seiner Umgebung abspielen, vom Balkon seiner edlen Hochhauswohnung aus. Sergios literarische Ambitionen bringen ihn dazu, seine Memoiren zu schreiben, sich zu erinnern an die alte Zeit und die neue zu analysieren und zu verstehen. Zugleich versucht er mit Frauen anzubandeln und gerät an die junge Elena, ein Mädchen aus der Arbeiterklasse...
„Gehört zu den größten Filmen nicht nur Kubas, sondern der Kinogeschichte überhaupt.“ (Walter Rugele, Trigon)
Originaltitel: Memorias del subdesarrollo
Land: Kuba
Jahr: 1968
Regie: Tomás Gutiérrez Alea
Darsteller:innen: Sergio Corrieri, Daisy Granados u. a.
Länge: 97 Min.
Sprache: Spanisch
Sprachformat: Originalfassung mit deutschen Untertiteln
FSK: k. A.
Eintritt: 7 €
Eintritt ermäßigt: 6 €Schüler:innen, Student:innen, Rentner:innen, Menschen mit Arbeitslosenbescheid bzw. mit Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen
Eintritt ermäßigt: 5 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)
Eintritt ermäßigt: 4,50 €Inhaber:innen einer Freundschaftskarte
Eintritt ermäßigt: 3,50 €Kinder bis 13 Jahre und Inhaber:innen eines Nürnberg-Passes
Mehr in dieser Reihe:Decolonizing the Screen!
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de






