Mueda, Erinnerung und Massaker
Einer der ersten Filmemacher, die nach der Unabhängigkeit eingeladen wurden in Mosambik zu drehen, war Ruy Guerra, gebürtig in Mosambik, bekannt geworden jedoch als eine zentrale Figur des brasilianischen Cinema Novo. Sein Film ist ein Stück antikolonialer Erinnerungsarbeit, ein öffentliches, von Lai:innen in Szene gesetztes Reenactment des von den Portugiesen verübten Massakers von Mueda im Jahr 1960, damals ein zentraler Auslöser des bewaffneten Widerstands in Mosambik. Die theatralen Aspekte des Reenactments treffen auf Guerras dokumentarischen Ansatz und ergeben einen hybriden Film, der später als „erster mosambikanischer Spielfilm“ vermarktet werden sollte und in einigen Ländern zensiert wurde.
Originaltitel: Mueda, Memória e Massacre
Land: Mosambik
Jahr: 1980
Regie: Ruy Guerra
Darsteller:innen: Filipe Gumoguacala, Romao Comapoquele u. a.
Länge: 75 Min.
Sprache: Portugiesisch
Sprachformat: Originalfassung mit englischen Untertiteln
FSK: k. A.
Eintritt: 7 €
Eintritt ermäßigt: 6 €Schüler:innen, Student:innen, Rentner:innen, Menschen mit Arbeitslosenbescheid bzw. mit Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen
Eintritt ermäßigt: 5 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)
Eintritt ermäßigt: 4,50 €Inhaber:innen einer Freundschaftskarte
Eintritt ermäßigt: 3,50 €Kinder bis 13 Jahre und Inhaber:innen eines Nürnberg-Passes
Mehr in dieser Reihe:Decolonizing the Screen!
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de





