Norte - The End of History
Mit diesem an Dostojewskis „Verbrechen und Strafe“ angelehnten Meisterwerk gelang dem Filmemacher Lav Diaz der internationale Durchbruch. Diaz widmet sich immer wieder explizit dem Thema des Kolonialismus, etwa in A LULLABY TO THE SORROWFUL MYSTERY (HELE SA HIWAGANG HAPIS) oder EVOLUTION OF A FILIPINO FAMILY (EBOLUSYON NG ISANG PAMILYANG PILIPINO). Charakteristisch für seine Filmsprache sind die lange Spieldauer vieler Filme und die langsame Erzählweise, wegen der Lav Diaz zu einem der Hauptvertreter des „Slow Cinema“ gezählt wird.
In NORTE – THE END OF HISTORY erzählt die Geschichte des bürgerlichen Jurastudenten Fabian, der für seine menschenfeindlichen Ideen eine Pfandleiherin zum Opfer erwählt und die Schuld dem einfachen Arbeiter Joaquin in die Schuhe schiebt, viel über die Verwerfungen in der philippinischen Gesellschaft von heute: Klassenzugehörigkeit, Bildungsstand und selbst die Sprache spiegeln koloniale Kontinuitäten wieder. Die Bilder, die Diaz für dieses politische Gleichnis findet, sind unvergesslich. „NORTE ist mit nichts zu vergleichen im zeitgenössischen Kino.“ (The Guardian)
Originaltitel: Norte, Hangganan ng Kasaysayan
Land: Philippinen
Jahr: 2014
Regie: Lav Diaz
Darsteller:innen: Sid Lucero, Angeli Bayani u. a.
Länge: 250 Min.
Sprache: Tagalog/Englisch
Sprachformat: Originalfassung mit deutschen Untertiteln
FSK: k. A.
Eintritt: 7 €
Eintritt ermäßigt: 6 €Schüler:innen, Student:innen, Rentner:innen, Menschen mit Arbeitslosenbescheid bzw. mit Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen
Eintritt ermäßigt: 5 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)
Eintritt ermäßigt: 4,50 €Inhaber:innen einer Freundschaftskarte
Eintritt ermäßigt: 3,50 €Kinder bis 13 Jahre und Inhaber:innen eines Nürnberg-Passes
Mehr in dieser Reihe:Decolonizing the Screen!
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de





