Romería - Das Tagebuch meiner Mutter
Do 9. April | Filmgespräch mit Beate Lischka
Die 17-jährige Marina betrachtet die Welt durch ihre kleine Digicam. Mit ihr reist sie nach Vigo, die galicische Hafenstadt, in der einst ihre Eltern lebten. Eigentlich braucht sie nur ein Dokument für ein Stipendium, doch der Aufenthalt wird zur Spurensuche nach ihrer Herkunft. Die Begegnungen mit Verwandten bleiben kühl, niemand will über die Vergangenheit sprechen. Allmählich begreift Marina, dass es nicht die eine Wahrheit gibt, sondern nur verschiedene Formen des Erinnerns ..
Regisseurin Carla Simón, die mit FRIDAS SOMMER und ihrem Berlinale-Gewinner ALCARRÀS das europäische Familienkino neu geprägt hat, geht mit ROMERÍA einen Schritt weiter. Das biographische Werk, das im Wettbewerb von Cannes lief, wird zu einem präzisen Zeitporträt des Galiciens in den 1990er-Jahren, einer Zeit der Drogen und alternativen Lebensstile. Simón baut daraus ein poetisches Erinnerungsstück. Archivbilder verweben sich mit Spielszenen, Zeiten überlagern sich, Vergangenes kehrt fast körperlich zurück. ROMERÍA ist ein intimes, zärtliches Patchwork und eine Arbeit am kollektiven Gedächtnis Spaniens, das auch den Opfern der AIDS-Epidemie gewidmet ist, deren Spuren in vielen Familiengeschichten lange verschwiegen wurden.
Do 9. April - 20.15 Uhr: Filmgespräch im Anschluss mit Beate Lischka, Sozialpädagogin der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e. V.
Land: Spanien/Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Carla Simón
mit: Llúcia Garcia, Mitch, Tristán Ulloa,
Alberto Gracia, Miryam Gallego u. a.
Länge: 115 Min.
Sprache: Spanisch/Katalanisch/Französisch
Sprachformat: Originalfassung mit deutschen Untertiteln
FSK: keine Angabe
Eintritt: 9 €
Eintritt ermäßigt: 8 €Schüler*innen, Studierende, Rentner*innen, Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen
Eintritt ermäßigt: 6 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)
Eintritt ermäßigt: 6 €Inhaber*innen einer Freundschaftskarte
Eintritt ermäßigt: 4 €Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit einem Sozialpass der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach oder Arbeitslosenbescheid
Mehr in dieser Reihe:Neustart
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de






