Satanstango
Einführung: Bogi Nagy (Künstlerin)
Auf der Basis des gleichnamigen Romans des Nobelpreisträgers László Krasznahorkai drehte Béla Tarr 1994 einen Film, der ist wie kein zweiter. Er spielt in einem von Gott verlassenen und von der Moderne abgeschnittenen ungarischen Dorf, in dem sich allerlei Gerüchte breitmachen, als der charismatische Manipulator Irimiás, der einst das Dorf unter mysteriösen Umständen verlassen hatte und zwischenzeitlich für tot erklärt worden war, seine Rückkehr ankündigt. Man ahnt schnell, dass dieser Irimiás die Hoffnungen, die die Leute in ihn setzen, nicht erfüllen wird.
„Regen, Schnaps und die sie umklammernde Transzendenz“ (cargo) prägen die Welt des Films, die Tarr in seinen charakteristischen langen, teils bis zu zehnminütigen Einstellungen konstruiert. Zur immersiven Wirkung dieses Films, nach dem man die Welt zumindest eine Weile lang mit anderen Augen zu sehen meint, tragen nicht zuletzt Mihály Vígs hypnotische Akkordeonklänge bei.
Einführung: Bogi Nagy, Künstlerin
Der Film wird mit zwei Pausen präsentiert; inkl. Snack in der zweiten Pause.
Originaltitel: Sátántangó
Land: Ungarn/Deutschland/Schweiz
Jahr: 1991-94
Regie: Béla Tarr
mit: György Fehér, Péter Dobai, Barna Mihók
Länge: 450 Min.
Sprache: Ungarisch
Sprachformat: Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Kopienformat: 35 mm
FSK: keine Angabe
Eintritt: 15 €
Eintritt ermäßigt: 13 €Schüler*innen, Studierende, Rentner*innen, Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen
Eintritt ermäßigt: 11 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)
Eintritt ermäßigt: 6 €Inhaber*innen einer Freundschaftskarte
Eintritt ermäßigt: 5 €Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit einem Sozialpass der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach oder Arbeitslosenbescheid
Mehr in dieser Reihe:Béla Tarr In Memoriam
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de






