Karla
Einführung: Yvonne Görlach, Claudia Gladziejewski
Der Kinofilm Karla feierte am 29. Juni 2025 auf dem Filmfest München Premiere. Christina Tournatzés wurde dort mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino für die Beste Regie und Yvonne Görlach für das Beste Drehbuch ausgezeichnet. Es war der Auftakt eines viel diskutierten Debüts, das noch einige Preise mehr gewinnen konnte.
Zum Film:
Ein Mädchen zieht vor Gericht. Sie klagt gegen die, die sie eigentlich beschützen sollten. Der Kampf vor Gericht wird zum Kampf um ihr Leben.
Karla (Elise Krieps) ist 12 Jahre alt, als sie Anzeige gegen ihren Vater erstattet. Sie will, dass seine jahrelangen sexuellen Übergriffe aufhören und nimmt dafür sogar die Trennung von ihrer Mutter (Katharina Schüttler) in Kauf. Der Mann, der ihre Aussage aufnimmt, ist ein Mensch, der ihr Hoffnung gibt: Der brummige Richter Lamy (Rainer Bock), mit der Gabe zuzuhören. Immer an seiner Seite die pfiffige Sekretärin Frau Steinberg (Imogen Kogge).
Karla ist inspiriert von der wahren Geschichte rund um einen Gerichtsprozess 1962. Ein Prozess, der von Anfang an schwierig ist, denn Karla erzählt alles, nur nicht den Akt des Missbrauchs. Mit vollem Risiko sucht der Richter einen anderen Weg und macht sich damit selbst angreifbar. Er praktiziert eine Form der Urteilsfindung, die beispielhaft ist, weil sie hinter der spiegelnden Fläche der Gesetze ein eigenes Gewissen hat: Eines, das den Menschen sieht und dennoch das Gesetz wahren will.
Yvonne Görlach:
Yvonne Görlach ist Dramaturgin und Autorin. Sie arbeitete von 2005 bis 2018 als Mentorin im Team der Drehbuchwerkstatt München. Nach Abschluss ihres Studiums der Theater-, Film- und Medienwissenschaften, Psychoanalyse und Vor- und Frühgeschichte war sie selbst Stipendiatin der Drehbuchwerkstatt und erhielt für eigene Projekte diverse Förderungen und Preise, u.a. den Hessischen Film- und Kinopreis und zuletzt den Förderpreis Neues Deutsches Kino 2025 sowie den Bayerischen Filmpreis 2025 für das Drehbuch zu "Karla". Seit 2019 ist sie als Jurymitglied und Mentorin für das Nürnberger Stipendium tätig.
Einführung: Yvonne Görlach, Claudia Gladziejewski (Nürnberger Autor*innenstipendium Drehbuch)
Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek im Bildungscampus der Stadt Nürnberg und deren Projektpartnern (Bayerischer Rundfunk und FFF Bayern).
Land: Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Christina Tournatzés
mit: Elise Krieps, Katharina Schüttler, Rainer Bock
Länge: 104 Min.
Sprache: deutsche Originalfassung
FSK: ab 12
Eintritt: 9 €
Eintritt ermäßigt: 8 €Schüler*innen, Studierende, Rentner*innen, Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen
Eintritt ermäßigt: 6 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)
Eintritt ermäßigt: 6 €Inhaber*innen einer Freundschaftskarte
Eintritt ermäßigt: 4 €Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit einem Sozialpass der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach oder Arbeitslosenbescheid
Mehr in dieser Reihe:Nürnberger Autor*innenstipendium Drehbuch
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de






