Vor 100 Jahren hatte die Katastrophe des Ersten Weltkrieges gerade begonnen. In die allgemeine Kriegsstimmung mischten sich 1914 auch zunehmend Intellektuelle, die einen Krieg als „Reinigung und Befreiung“ (Thomas Mann) herbeisehnten. Als sich herausstellte, dass es sich bei dem Krieg weniger um einen heroischen Kampf als vielmehr um eine Vernichtungsindustrie handelte, suchten die Künstler das wahre Gesicht des Monstrums Krieg zu offenbaren. Sie beschäftigten sich mit dem Bösen im Krieg und stellten es den Menschen gegenüber. Werke, Tagebücher, Briefe und Dokumente spiegeln wieder, wie Krieg, Verwundung und Desillusionierung auch in die Biografien der damaligen Künstler eingegriffen haben und wie die Suche nach den Ursachen ihre Werke beeinflussten. Der Film war ein neues künstlerisches Ausdrucksmittel. Aus der Fülle der Filme zum Thema wählte das Filmhaus drei Spielfilme aus, die Filmgeschichte schrieben, darunter auch eine Literaturverfilmung von Arnold Zweig, die zu Unrecht in Vergessenheit geriet. Hinzu kommt ein Portrait des Künstlers Otto Dix, das von einer Lesung begleitet wird – eine Hommage an Asta Nielsen, ein poetisches Dokumentarfilmwerk und eine moderierte Filmcollage zum Thema Kunst und Erster Weltkrieg.

 

Weitere Veranstaltungen zum Thema Erster Weltkrieg:

Im Westen nichts Neues (Lesung – Stummfilm – Musik)

Adeline Schebesch liest, Ensemble Kontraste spielt

Sa, 11.10. ab 17.30 Uhr, Tafelhalle, Äußere Sulzbacher Str. 62, 90491 Nürnberg

http://www.kunstkulturquartier.de/tafelhalle/programm/vorschau/


Der Sprung ins Dunkle – Nürnberg im Ersten Weltkrieg 1914 –1918

Ausstellung des Stadtarchivs Nürnberg

29. Juli bis 17. Dezember 2014

http://www.nuernberg.de/internet/stadtarchiv/aktuell_39385.html

 

IM KRIEG – DER 1. Weltkrieg in 3 D, Film von Nikolai Vialkowitsch ab 22.9. Casablanca Kino

http://casablanca.cineprog.de/index.php?show=week&target=news&eventid=33525