Heimat! Das Filmfestival: Musik im Film. Heimat hören.

 

22. bis 25.1. 2026

Unter dem Motto »Musik im Film. Heimat hören.« lädt das Festival in seiner 9. Ausgabe dazu ein, sich mit der facettenreichen Verbindung von Film und Musik auseinanderzusetzen. Es werden Filme unterschiedlichster Couleur präsentiert, wobei sich der Bogen vom klassischen Operettenfilm über musikethnologische Dokumentationen bis hin zum Stummfilm mit Live-Musik spannt.

 

 

Im Eröffnungsfilm ADIÓS BUENOS AIRES (Do., 22.1.) wird deutlich, wie groß der Einfluss der Musik auf ein ganzes Leben sein kann. UR-MUSIG (Fr., 23.1.) erforscht die teils jahrhundertealten Musiktraditionen in den Schweizer Bergen und das poetische Filmessay STRUGA (Fr., 23.1.) gibt Einblick in die sorbische Musikkultur, den SOUND OF HEIMAT – DEUTSCHLAND SINGT (Fr., 23.1.) auf regional verwurzelte Musik in Deutschland weitet. In dem oscarnominierten Spielfilm COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Fr., 23.1.) spielt die Musik praktisch die dritte Hauptrolle.

In ihrem Vortrag „Soundscapes of Heimat – Heimat und Kolonie“ (Sa., 24.1.) zeigt die Musikwissenschaftlerin Dr. Maria Fuchs auf, wie der deutsche Heimatbegriff – insbesondere in seiner ästhetisch-musikalischen Ausprägung als zeitlose, unberührte Naturidylle – nicht nur im klassischen Heimatfilm der 1950er Jahre, sondern auch im kolonialen Afrikabild wirkt. Im Anschluss ist der deutsche Afrikafilm UNSER HAUS IM KAMERUN von Alfred Vohrer zu sehen. Nach dem Programm „Junger Film“, das vier Beiträge des Mittelfränkischen Jugendfilmfestivals von 2024 und 2025 vorstellt, webt SHAHID ein dichtes Netz aus Worten, Erfahrungen und Klängen, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf überraschende Weise miteinander verknüpft. Danach laden wir zum Konzert mit Maja Burchard – die für den Film ausgezeichnete Filmkomponistin – in den Festsaal ein.

Mit Max Ophüls’ Operettenfilm DIE VERKAUFTE BRAUT (So., 25.1.) – mit Liesl Karlstadt und Karl Valentin – wird ein früher Meilenstein des Filmmusicals vorgestellt. Zu dem Dokumentarfilm IHRE KINDER – PIONIERE DER DEUTSCHSPRACHIGEN ROCKMUSIK über die Nürnberger Kultband werden der Regisseur und viele ehemalige Bandmitglieder zum Gespräch erwartet. WALTER UND SEIN ROSS widmet sich im Anschluss der einzigartigen Musik- und Kneipenkultur im mittelfränkischen Immeldorf, die weit über die Grenzen der Ortschaft bekannt ist, bevor der populäre Eberhofer-Krimi WINTERKARTOFFELKNÖDEL von seiner filmmusikalischen Seite beleuchtet wird. Filmkomponist Martin Probst ist zu Gast und steht Rede und Antwort. Erich von Stroheims meisterlicher Stummfilm DIE LUSTIGE WITWE (1925), der vom Aljoscha-Zimmermann-Ensemble musikalisch in Szene gesetzt wird, beschließt das Festival, das Gelegenheit bietet, mit Filmschaffenden und Gästen aus der Film- und Musikszene ins Gespräch zu kommen.

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