Widerstand und Psyche: Frantz Fanon und das Kino
19.3. bis 31.3.2026
Im vergangenen Juli wäre der auf Martinique geborene Theoretiker, Psychiater und Aktivist Frantz Fanon 100 Jahre alt geworden und selten war das Interesse an seinem Schaffen so groß wie heute. Eine dreiteilige Filmreihe geht seinem Einfluß auf das Kino nach.
Fanons Schriften, insbesondere seine Bücher „Schwarze Haut, weiße Masken“ und „Die Verdammten dieser Erde“, zählen zu den wichtigsten theoretischen Grundlagen eines antirassistischen und postkolonialen Denkens. Fanon war während seines kurzen Lebens einflussreich, aber auch umstritten, dies hat sich bis heute fortgesetzt: Er wird von Bewunderer*innen wie Gegner*innen gerne verkürzt zitiert, ohne die Komplexität seiner Texte in ihrer Gänze zu erfassen. Neben seinem Einfluss auf so unterschiedliche Denker*innen wie Malcolm X, Jean Améry, Hannah Arendt oder Jean-Paul Sartre hat Frantz Fanon auch das Kino inspiriert, von dem postkolonialen Spielfilmklassiker DIE SCHLACHT UM ALGIER bis zum jüngst erschienen Biopic FRANTZ FANON, das auf sein Wirken als Psychiater im Algerien der 1950er Jahre eingeht.
Mit drei Filmen nähern wir uns dieser wichtigen Figur der antikolonialen Kritik an und beleuchten unterschiedliche Facetten von Fanons Werk. Zu jedem der Filme gibt es einen einführenden Vortrag.
Programm


Concerning Violence
Einführung: Tobias Lindemann

