Die blaue Hand
Unter Pseudonym verfasste Herbert Reinecker seine Originaldrehbücher des ausschließlich von Alfred Vohrer inszenierten Wallace-Jahrgangs 1967 – vielleicht war ihm selbst schon zu wild und grell, was er da an verschiedensten Comic- und B-Movie-Zutaten zu einem deftigen Eintopf verrührte. Für Vohrer ist in seinem inzwischen 9. Wallace-Film eine atemlose Anhäufung von Sensationen und Absurditäten die ideale Matrix, um seine Zeige- und Schaulust noch exzessiver auszuleben. DIE BLAUE HAND fühlt sich fast wie ein Acid-Remix seiner früheren Erbschleicher-Krimis an, ergänzt um einen vermummten Killer mit der titelgebenden Messerhand, Klaus Kinski erstmals in einer Haupt- und Doppelrolle, Carl Lange als genießerisch diabolischem „Nervenarzt“ in einem Reich gefangener Seelen sowie alle Schlangen und Ratten, die Westberlin 1967 aufzubieten hatte. Edgar Wallace in Farbe ist endgültig ein Vohrer'sches Pulp-Paralleluniversum, das im Kontext der bundesrepublikanischen Filmproduktion dieser Zeit singulär bleibt.
Land: BR Deutschland
Jahr: 1967
Regie: Alfred Vohrer
mit: Harald Leipnitz, Klaus Kinski,
Diana Körner, Ilse Steppat
Länge: 87 Min.
Sprache: deutsche Originalfassung
Kopienformat: 35 mm
FSK: ab 16
Eintritt: 6 €
Mehr in dieser Reihe:Alfred Vohrer, Kommkino e. V. präsentiert
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de




