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Im Lauf der Zeit

Heimat! Das Filmfestival

Im Lauf der Zeit, BRD 1976, 175 Min., Regie: Wim Wenders, mit: Rüdiger Vogler, Hanns Zischler, Lisa Kreuzer, Rudolf Schündler, Marquard Bohm u. a.

FSK: ab 12, empfohlen ab 16

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 7 € / Ermäßigt: 6 € / 4.50 €
Ermäßigung für: Schüler*innen, Student*innen / Freundekarteninhaber*in & Nürnberg-Pass

Einführung & Moderation: Christiane Schleindl
Zu Gast: Axel Linstädt

„Im Lauf der Zeit“ erzählt von vielen Bewegungen. Von der Bewegung im Raum, entlang der ehemaligen Zonengrenze in Hessen und Nordbayern. Von Autofahrten von Kino zu Kino. Vom Transport der Filmstreifen aus Zelluloid durch die Projektoren wie von deren allmählichem Stillstand. Ebenso von Seelenreisen, die allerdings ebenfalls weitgehend zum Stillstand gekommen sind. Gibt es da Heimat? Vielleicht die Sehnsucht danach, die das Kino erfüllen könnte, wenn es nicht auf den Dörfern gerade sterben würde. Und dann diesen einen Augenblick der Nostalgie, wenn der Filmfigur Robert die Kindheit in die Seele scheint, als sie die alte Büchse mit den Comic-Heften ausgräbt. Da scheint der Lauf der Zeit zur Ruhe zu kommen.

„Im Lauf der Zeit“ ist ein Roadmovie aus dem Jahr 1976. Wie so oft lässt der Autorenfilmer Wim Wenders sein Personal unterwegs sein. Bruno fährt mit einem umgebauten Möbelwagen über Land, um Kinomaschinen zu reparieren. Er hat eine Zufallsbegegnung mit Robert, der aus der Zeit gefallen ist, weil er sich von seiner Frau trennen musste. Eine Weile reisen sie zusammen. Am Ende werden sie von unterschiedlichen Verkehrsmitteln in verschiedene Richtungen befördert.

In vielen seiner Filme artikuliert Wim Wenders ein Lebensgefühl von Ungeborgenheit, von Suche, von Neugier, aber auch von Freiheit. Es ist eine melancholische Freiheit, die kaum Dauer kennt, den Augenblick aber durchaus intensiv erfährt. Wenders-Filme haben ja – bis zu seiner jüngsten Papst-Dokumentation – etwas Religiöses. Er handelt davon, dass in dieser Welt Heimat stets flüchtig ist. Aber in „Der Himmel über Berlin“ hat er von den Sphären der Engel erzählt. Vielleicht führt der Lauf der Zeit dorthin ...

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Filmhaus Nürnberg
Bezirk Mittelfranken Kulturreferat

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