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Transit

Heimat! Das Filmfestival; Im Gespräch: Christian Petzold und Prof. Dr. Elisabeth Bronfen

Transit, D/F 2018, 101 Min., Regie: Christian Petzold, mit: Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese, Lilien Batman, Maryam Zaree u. a.

FSK: ab 12, empfohlen ab 14

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 7 € / Ermäßigt: 6 € / 4.50 €
Ermäßigung für: Schüler*innen, Student*innen / Freundekarteninhaber*in & Nürnberg-Pass

Begrüßung: Christiane Schleindl
Im Gespräch: Christian Petzold und Prof. Dr. Elisabeth Bronfen

„Transit“ basiert auf dem 1942 in Marseille entstandenen gleichnamigen Roman von Anna Seghers. In einer atemberaubenden, fast schwebenden Begegnung des historischen Stoffs mit der Gegenwart des heutigen Marseille erzählt Christian Petzold die Geschichte einer großen, fast unmöglichen Liebe zwischen Flucht, Exil und der Sehnsucht nach einem Ort, der ein Zuhause ist.

Georg, deutscher Flüchtling, entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat. In Marseille darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Visa für die möglichen Aufnahmeländer werden gebraucht, Transitvisa, die raren Tickets für die Schiffspassage. Georg erinnert sich der Papiere Weidels und nimmt dessen Identität an. Er taucht ein in die ungefähre Existenz des Transits. Flüchtlingsgespräche in den Korridoren des kleinen Hotels, der Konsulate, in den Cafés und Bars am Hafen. Er freundet sich mit Driss an, dem Sohn seines auf der Flucht gestorbenen Genossen Heinz. Wozu weiterreisen? Lässt sich anderswo ein neues Leben beginnen? Alles verändert sich, als Georg die geheimnisvolle Marie trifft und sich in sie verliebt. Ist es Hingabe oder Berechnung, die sie ihr Leben vor der Weiterreise mit dem Arzt Richard teilen lässt, während sie gleichzeitig auf der Suche nach ihrem Mann ist? Der, so erzählt man, sei in Marseille aufgetaucht, in Besitz eines mexikanischen Visums für sich und seine Frau.

„Was Seghers beschreibt, ist das Kino. Der Kinoraum selbst ist ein Transitraum, in dem wir anwesend und abwesend zugleich sind. Und das Kino erzählt von Menschen im Transit, von Menschen, die etwas verlassen und noch nicht woanders angekommen sind. All die Kriminellen, die in Hotelzimmern ihre Beute aufteilen, all die Menschen, die eine Liebe verloren haben, all die Menschen, die aus einem Bürgerkrieg zurückkehren – sie sind Transitreisende.“ (Christian Petzold)

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Filmhaus Nürnberg
Bezirk Mittelfranken Kulturreferat

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