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Einmal noch die Heimat seh’n

Heimat! Das Filmfestival

Einmal noch die Heimat seh’n, BRD 1958, 100 Min., Regie: Otto Meyer, mit: Rudolf Lenz, Anita Gutwell, Jürgen Holl, Emmerich Schrenk u. a.

FSK: ab 6, empfohlen ab 6

Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Eintrittspreise:
Normal: 7 € / Ermäßigt: 6 € / 4.50 €
Ermäßigung für: Schüler*innen, Student*innen / Freundekarteninhaber*in & Nürnberg-Pass

Einführung & Moderation: Herbert Heinzelmann

Der aktuelle politische Diskurs über die Heimat grenzt sich gern von den klassischen Heimatfilmen der 1950er Jahre ab. Deren Kitschcharakter erscheint untauglich für das Ziel weltanschaulicher Re-Etablierung von Patriotismus. Dabei erklären die klassischen Heimatfilme besonders viel über die Befindlichkeit des Kinopublikums ihrer Zeit.

„Einmal noch die Heimat seh’n“ ist ein relativ spätes Exemplar der erfolgreichen Welle. Der Film schließt einerseits an die beliebte „Silberwald“-Serie an. Andererseits reagiert er auf den Siegeszug des Fernsehens in den deutschen Haushalten, das exotische Welten in die deutschen Wohnzimmer brachte, indem er einen Teil der Handlung nach Afrika verlegte und mit „prachtvollen Tieraufnahmen“ warb.

Die Flucht des Jägers Michael (Lenz) vor infamen Berg-Intrigen nach Afrika endet im fiebererhitzten Heimweh, das auch noch einen ausgewanderten Kriegskameraden ergreift. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Bilder afrikanischer „Eingeborener“, die der Film entwirft, wie die filmischen Mittel, um Exotismus herzustellen. Wie der peinvolle Ausflug in die Fremde schließlich in älplerischer Weihnachtsnacht happy endet, ist ein sentimentaler Genuss ganz für sich.

Einmal noch die Heimat seh’n - © SCHRAMM FILM Koerner & Weber

Veranstalter:
KunstKulturQuartier, Filmhaus Nürnberg
Bezirk Mittelfranken Kulturreferat

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