06. Dezember 2018, 20:00 Uhr Vorpremiere: I do not care if we go down in history as barbarians

Hauptdarstellerin Ioana Iacob zu Gast!  Werkstattgespräch mit Ioana Iacob und Synchroregisseur Stefan Butzmühlen.

Do., 06.12.2018. bis So., 06.01.2019 Retrospektive Frank Capra

13 Filme umfassende Retrospektive zu Ehren des großen Kinoträumers

Di., 11. Dezember 2018, 19:00 Uhr Buchpräsentation: Edgar Reitz die große Werkschau

Buchvorstellung, Lesung und Signierstunde mit Edgar Reitz

Di., 18. Dezember 2018, 19:00 Uhr Normandie Nue - Ein Dorf zieht blank

Cine International - Cinéma Français. Im Anschluss im Foyer: On va au ciné? Si nous parlions des films? moderiert von Michel Gosselin

Fr., 30.11. bis Mi., 12.12.2018 Die Erbinnen

Las Herederas, PY/ROU/D/BR/N/F 2018, 95 Min., spanisch, OmU, Regie: Marcelo Martinessi, mit: Ana Brun, Margarita Irún, Ana Ivanova, u.a.

Ein Symposium im Neuen Museum und im Filmhaus Nürnberg am 13., 15. und 16.12. Real existierende Utopien

Wie Kunst und Technologie helfen können, neue Gesellschaften zu gestalten

Programm

Fr., 08.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Bübchen // Vorfilm: Ludwig
Fr., 8.7. in Anwesenheit von Roland Klick
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Sa., 09.07.2016, 17:00 Uhr
Schwerpunkte
München. Tagebuch eines Studenten // Vorfilm: Weihnacht
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Sa., 09.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Supermarkt
Sa., 9.7. in Anwesenheit von Roland Klick
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

So., 10.07.2016, 17:00 Uhr
Schwerpunkte
Jimmy Orpheus // Vorfilm: Zwei
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

So., 10.07.2016, 19:00 Uhr
Schwerpunkte
Deadlock
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Do., 14.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Jimmy Orpheus // Vorfilm: Zwei
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Fr., 15.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Bübchen // Vorfilm: Ludwig
Fr., 8.7. in Anwesenheit von Roland Klick
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Sa., 16.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Deadlock
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

So., 17.07.2016, 17:00 Uhr
Schwerpunkte
Das Kino des Roland Klick
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

So., 17.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Lieb Vaterland, magst ruhig sein
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Mo., 18.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Derby Fever USA
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Di., 19.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
München. Tagebuch eines Studenten // Vorfilm: Weihnacht
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Mi., 20.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Lieb Vaterland, magst ruhig sein
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Do., 21.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Derby Fever USA
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Fr., 22.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
White Star
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Sa., 23.07.2016, 17:00 Uhr
Schwerpunkte
Das Kino des Roland Klick
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Sa., 23.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Supermarkt
Sa., 9.7. in Anwesenheit von Roland Klick
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

So., 24.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Roland Klick - The Heart is a Hungry Hunter
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Do., 28.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
White Star
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Fr., 29.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Schluckauf
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Sa., 30.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Verfluchte Liebe deutscher Film
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

So., 31.07.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Schluckauf
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Mo., 01.08.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Roland Klick - The Heart is a Hungry Hunter
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

Di., 02.08.2016, 19:15 Uhr
Schwerpunkte
Verfluchte Liebe deutscher Film
Filmhaus im KunstKulturQuartier - Filmhauskino

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Werkschau Roland Klick

Roland Klick hat zwischen 1962 und 1989 Filme gedreht, die nicht dem Zeitgeist im bundesdeutschen Film entsprachen. Seine eigensinnige, nicht bürgerliche Form des Autorenfilms, der keine Berührungsängste mit Genre, Action und Publikumswirksamkeit kennt, trennte ihn von dem, was den Neuen Deutschen Film maßgeblich prägte. Die besondere Qualität seines zeitlosen Erzählkinos, das Kino als sinnliche Kunst begreift, die nicht von der intellektualisierten Sprache dominiert wird und sich wenig um Moden kümmert, wurde vielfach erst mit Verspätung verstanden und gewürdigt.

Roland Klick wurde 1939 in Hof geboren und verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Franken. Er studierte Theaterwissenschaft in München und war als Maler, Autor und Jazz-Musiker tätig, ehe er ab 1962 begann, Filme zu drehen, die u.a. in München, Hamburg und Berlin, in Louisville/Kentucky, der Negev-Wüste und in einem mittelfränkischen Dorf entstanden. Neben der Regiearbeit war Klick stets der Drehbuchautor seiner Filme sowie zum Teil auch für Produktion, Kamera, Schnitt und Filmmusik verantwortlich.
Sein sinnliches, körperbetontes Kino ist von einer für den deutschen Film seltenen erzählerischen Ökonomie. Funktional und effizient wird die Gestaltung jeweils dem Stoff der zu erzählenden Geschichte untergeordnet. Der Erzähler tritt hinter den Stoff zurück, formale Experimente gibt es nie um ihrer selbst willen. Form und Inhalt sollen jene Einheit bilden, die Roland Klick klassisch nennt. Nach seiner kompromisslosen Vision soll die Kunst des Kinos eine „kunstlose Kunst“ sein, eine Kunst, die sich nicht ausstellt, sondern in Dienst nehmen lässt von einer Geschichte, die das Publikum bewegt und trifft.
Obwohl keiner seiner Filme einem anderen gleicht, lassen sich wiederkehrende Themen finden: das unterdrückte Leben, der „Mangel an Lebensgestaltungsmöglichkeit“ (Laurens Straub), die Sehnsucht nach starken Gefühlen, Lebensintensität und Liebe. Zumeist sind die Protagonisten Außenseiter, die ihren Platz in einem System suchen, das das Leben zur Ware herabsetzt. Dementsprechend häufig geht es um Geld und dessen Aneignung, was folgerichtig oft mit Gewalt verbunden ist. Action wird dabei nicht als Selbstzweck eingesetzt, sondern als Veräußerlichung von inneren Konflikten und Gefühlen.
Die Figuren werden weniger durch Worte als durch Handlung und exakte Milieuschilderung charakterisiert. Klick nähert sich den Charakteren respektvoll mit Verständnis und Empathie, ohne Partei zu ergreifen und zu urteilen. Seine Filme wollen keine Deutungen oder Wertung provozieren, sondern fühlen sich einer Wahrhaftigkeit verpflichtet, den Figuren gerecht zu werden und laden zur Beobachtung und zum genauen Hinsehen ein.
Roland Klick hat mit großer Professionalität und Unabhängigkeit insgesamt elf Filme realisiert, darunter sechs abendfüllende Spielfilme. Die persönlichen, aus einer inneren Notwendigkeit heraus entstandenen Werke, stellen den Schein-Widerspruch von Kunst und Kasse in Frage, sind jedoch alles andere als gefällig. Ihre mit radikalem Duktus und großem visuellen Gespür erzählten Geschichten sind oft rüde und traurig, ihr Ende ist eher offen als happy. Großes Kino der Emotionen, den Leitsätzen folgend: „Film ist eine Liebeserklärung an das Abgebildete.“ Und: „Kino ist die Resonanz zwischen dem Macher des Films und dem Publikum in einem Raum.“
Das Filmhaus bietet im Juli die seltene Gelegenheit, das Gesamtwerk Roland Klicks im Kino erleben zu können. Die Retrospektive wird durch Dokumentarfilme über ihn ergänzt. Wir freuen uns sehr, Roland Klick zur Eröffnung am 8. und 9.7. im Filmhaus begrüßen zu können.