28. Stummfilmmusiktage

Die Liebe der Jeanne Ney

Einführung: Nina Goslar, Live-Musik: Weimarer Kino-Ensemble

Sa / 07.11.2026 / 18:30 Uhr


Der Film erzählt eine Liebesgeschichte in politisch bewegten Zeiten zwischen der Krim und Paris: Nach der Oktoberrevolution in Russland herrscht auch in Odessa auf der Halbinsel Krim Bürgerkrieg. Dort lebt der französische Auslandskorrespondent Alfred Ney mit seiner Tochter Jeanne. Als der weißgardistische Spitzel Khalibiev ihm eine Liste mit den Namen bolschewistischer Agenten anbietet, greift er zu. Zwei Bolschewiken erfahren davon und töten ihn in Notwehr. Einer der Täter ist Andrej, Jeannes Geliebter. Nur mit seiner Hilfe gelingt es ihr, nach Paris zu fliehen. Dort kommt sie bei ihrem Onkel Raymond unter und arbeitet in dessen Detektivbüro. Auch Andrej wird als kommunistischer Agent nach Frankreich geschickt. In Paris finden die beiden wieder zusammen, doch auch Khalibiev hat es dorthin verschlagen ...

Das ost-westliche Vexierspiel um einen russischen Revolutionär und die französische Bürgerstochter Jeanne Ney am Ende des Russischen Bürgerkriegs ist als Melodram und Kriminalfilm angelegt und vom sowjetischen Revolutionskino beeinflusst. Visuell ein Meisterwerk – vielleicht von keinem anderen seiner Filme übertroffen –, macht G. W. Pabst die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse erlebbar und transzendiert sie gleichermaßen. DIE LIEBE DER JEANNE NEY ist Ausdruck für das Chaos der Zeit, geht aber über sie hinaus und verweist auf die Imago der „reinen“, „romantischen“ Liebe. Der Klassiker des Weimarer Kinos, der auf dem gleichnamigen Bestseller von Ilja Ehrenburg basiert, ging mit seiner revolutionären Schnitttechnik in die Filmgeschichte ein und liegt in einer brillanten Restaurierung vor.


Einführung: Nina Goslar (Filmkuratorin=
Live-Musik: Weimarer Kino-Ensemble – Richard Siedhoff (Flügel), Mykyta Sierov (Oboe), Claudia Mende (Violine)

Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden.

In Kooperation mit: stummfilmmusiktage IG.


Land: Deutschland
Jahr: 1927
Regie: G.W. Pabst
mit: Édith Jéhanne, Brigitte Helm,
Uno Henning, Fritz Rasp, Siegfried Arno
Länge: 106 Min.
FSK: ab 12

Eintritt: 19 €

Eintritt ermäßigt: 15 €Schüler*innen, Studierende, Rentner*innen, Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen

Eintritt ermäßigt: 11 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)

Eintritt ermäßigt: 6 €Inhaber*innen einer Freundschaftskarte

Eintritt ermäßigt: 5 €Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit einem Sozialpass der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach oder Arbeitslosenbescheid

Kinotickets erhalten Sie während der Öffnungszeiten an der Kinokasse im Filmhaus (ab eine Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung) oder im Online-Vorverkauf über Cinetixx (siehe Link „Tickets kaufen“). Bitte beachten Sie, dass reservierte Karten spätestens 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden müssen – andernfalls verfallen sie. Der Eintritt ist mit dem Cineville-Kino-Abo frei. Weitere Informationen finden Sie unter www.cineville.de.
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90402 Nürnberg
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Icon Gebärdensprachehttp://kuenstlerhaus-nuernberg.de
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Barrierefreie Zugänge, Aufzug, barrierefreie Toiletten Für jede Vorstellung sind rollstuhlgerechte Plätze + je ein Platz für eine Begleitperson eingerichtet. Reservierungen bitte unter 0911 231 2781 5.
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Filmhaus Nürnberg im KunstKulturQuartier
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