Die Kunst des Sammelns

Phänomene des Ordnens, Archivierens und Präsentierens

14. April bis 19. Juni 2011

Ort: Kunsthaus, Königstr. 93, 90402 Nürnberg

Mit der Ausstellung Die Kunst des Sammelns stellte die Kunstvilla – Museum für regionale Kunst im Frühjahr 2011 sieben Kunstsammlungen mit regionalem Bezug vor. Was unterscheidet eine kommunale Kunstsammlung, die vornehmlich durch Stiftungen und Nachlässe zusammengesetzt ist, von einer Privatsammlung, die aus persönlichem Interesse und mit Leidenschaft und Engagement zusammengetragen wurde? Wie sammeln Künstler Arbeitsgrundlagen für ihr Schaffen und wie dokumentieren sie ihr Oeuvre? Welche Charakteristika hat die Sammlung eines Galeristen, an der sich zumeist Freundschaften und/oder Geschäftsbeziehungen ablesen lassen? Zu welchem Zweck sammeln Banken und Versicherungen Kunst und wie wird sie dort betreut und ausgestellt? In der Präsentation der verschiedenen Sammlungstypen als Wunderkammer, Galerie, Kabinett und Museum wurden zudem allgemeine Fragen des Ordnens, Archivierens und Präsentierens aufgeworfen.

Leihgeber für die Wunderkammer waren der Nürnberger Künstler Hubertus Hess (geb. 1953), der eigene Werke und seine umfangreiche Exotica-Sammlung zeigte, und der Privatsammler Wilfried Appelt, dessen Sammlung neben bildender Kunst auch Designobjekte wie Porzellan und Rechenmaschinen umfasst. In einer Galeriehängung wurden Grafiken aus dem Bestand der Firmensammlung der Sparkasse Nürnberg präsentiert. Das Kabinett umfasste Werke von Rudolf Ortner (1912-97) aus dem Nachlass, die das von Ortner selbst erarbeitete Archivsystem offenbarten, und eine Auswahl an Arbeiten des Nürnberger Akademieprofessors Karl Georg Pfahler (1926-2002), die von einer Nürnberger Privatsammlung zur Verfügung gestellt wurden. Im Museumsraum wurden Neuankäufe der Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg sowie ein Querschnitt durch die Sammlung des Galeristen und Mäzens Hansfried Defet der Öffentlichkeit vorgestellt.

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