Szenenwechsel: Die Kunstvilla wird weiblich!

Bis vor 100 Jahren waren Frauen vom Studium an den deutschen Kunstakademien ausgeschlossen. Um das Metier zu erlernen, mussten sie im Allgemeinen auf kostspielige private Kunstschulen ausweichen. Ihr Schaffen stand lange im Ruf des Dilettantismus und wurde in geringerem Umfang im Rahmen von Ausstellungen oder durch Sammlungsankäufe gewürdigt. Der Szenenwechsel in der Dauerausstellung holte unter dem Motto „Die Kunstvilla wird weiblich!“ Werke der heute fast vergessenen Künstlerinnen Rosa Brill-Ulsamer, Hilde von Collande, Antonie Dannenberg, Gisela Habermalz, Linde Kruck-Körner, Maria Theresia Mecke-Steger, Margarete Melzer-Gütt, Dore Meyer-Vax und Lily Wieszner-Zilcher aus dem Schatten ihrer männlichen Kollegen. Um 1900 geboren, wagten diese Künstlerinnen den Schritt in ein Leben, das ihnen nicht nur Freiheit, sondern häufig auch Entbehrungen bereithielt.
 

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